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Thema: Hwanghae (The Yellow Sea)

  1. #1
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Hwanghae (The Yellow Sea)

    IMDB

    Hwanghae (The Yellow Sea)-1.jpgHwanghae (The Yellow Sea)-2.jpg

    Regie: Hong-jin Na (The Chaser)
    Cast: Yun-seok Kim (The Chaser), Jung-woo Ha (Time), Seong-Ha Cho, Chul-Min Lee





    The Yellow Sea ist wohl wahrhaftig einer der besten Thriller der letzten Jahre. Der Film handelt von einem Mann, der eine Frau wiederfinden möchte und dafür die Hilfe der Unterwelt in Anspruch nehmen muss. Dies geht natürlich nicht so einfach ohne eine Gegenleistung. Mehr soll nicht verraten werden, denn der Zuschauer selbst wird sehr lange über die Hintergründe im Unklaren gelassen. Als würde das alleine nicht schon genug Spannung erhöhen, schuf Regisseur Na Hong-jin einige unglaublich spannende Szenen, die man besser kaum in Szene setzen könnte; als Beispiel sei hier die Erkundung des Hauses und dessen Entwicklung genannt. Obwohl der Film 2 1/2 Stunden geht und es recht gemächlich voran geht, bleibt der Film alleine schon wegen seiner Atmosphäre hochspannend. Das Ganze wird garniert mit einigen hervorragend inszenierten und real wirkenden Kämpfen, bei denen hauptsächlich Stichwaffen zum Einsatz kommen. Ohne jegliche Schusswaffen wird hier ein hervorragend choreografiertes Messerballett auf den Zuschauer losgelassen, dessen unmbarherzige Härte dem Ganzen zudem den nötigen Realismus verleiht. The Yellow Sea sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen und wer die Möglichkeit hat ihn auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest zu sehen: Ihr wisst was zu tun ist!

  2. #2
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Hwanghae (The Yellow Sea)

    The Yellow Sea was all kinds of awesome! Danke für den Tipp.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  3. #3
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: Hwanghae (The Yellow Sea)

    Hat nun sogar einen deutschen Kinostart bekommen und zwar am 19. April 2012!

  4. #4
    Bob
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    Regisseur Avatar von Bob
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    AW: Hwanghae (The Yellow Sea)

    Zitat Zitat von KeyzerSoze Beitrag anzeigen
    The Yellow Sea ist wohl wahrhaftig einer der besten Thriller der letzten Jahre. Der Film handelt von einem Mann, der eine Frau wiederfinden möchte und dafür die Hilfe der Unterwelt in Anspruch nehmen muss. Dies geht natürlich nicht so einfach ohne eine Gegenleistung. Mehr soll nicht verraten werden, denn der Zuschauer selbst wird sehr lange über die Hintergründe im Unklaren gelassen. Als würde das alleine nicht schon genug Spannung erhöhen, schuf Regisseur Na Hong-jin einige unglaublich spannende Szenen, die man besser kaum in Szene setzen könnte; als Beispiel sei hier die Erkundung des Hauses und dessen Entwicklung genannt. Obwohl der Film 2 1/2 Stunden geht und es recht gemächlich voran geht, bleibt der Film alleine schon wegen seiner Atmosphäre hochspannend. Das Ganze wird garniert mit einigen hervorragend inszenierten und real wirkenden Kämpfen, bei denen hauptsächlich Stichwaffen zum Einsatz kommen. Ohne jegliche Schusswaffen wird hier ein hervorragend choreografiertes Messerballett auf den Zuschauer losgelassen, dessen unmbarherzige Härte dem Ganzen zudem den nötigen Realismus verleiht. The Yellow Sea sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen und wer die Möglichkeit hat ihn auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest zu sehen: Ihr wisst was zu tun ist!
    *signed*

    Zitat Zitat von Matt Beitrag anzeigen
    The Yellow Sea was all kinds of awesome! Danke für den Tipp.
    *signed*

    muss allerdings gestehen, dass ich bei den verstrickungen der figuren nicht ganz mitgekommen bin. aber hat auch so funktioniert und wird sowieso nicht die letzte sichtung gewesen sein.
    The Chaser fand ich jetzt allerdings nicht wirklich 'schlechter'. The Yellow Sea ist halt bombastischer, ausufernd. das hätte dem ersten film mit seiner serienkiller-handlung in dem maße gar nicht gestanden. also von Hong-jin Na sind mal alle kommenden filme gebucht, so viel ist sicher.

    @Yun-seok Kim: was für ein abfahrer! selten so ein herrliches geschnetzel gesehen.
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  5. #5
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: Hwanghae (The Yellow Sea)

    Freut mich, dass ich mit der Empfehlung punkten konnte ... sollte wohl Chaser doch ne zweite Chance geben und ihn in einem wacheren Zustand anschauen

  6. #6
    Regisseur Moderator Avatar von John McCane
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    AW: Hwanghae (The Yellow Sea)

    Ja! Alles was ihr gesagt habt. Geil, geil, geil. Messerballett passt. Bei den Verstrickungen gings mir jedoch ähnlich wie Bob. Könnte da vielleicht einer mal ne kurze Zusammenfassung liefern, wenn ihrs noch wisst?
    Und The Chaser wird jetzt auch die Tage noch geguckt. So viele Highlights kamen und kommen weiterhin aus SK, echt toll diese kleine Filmindustrie. Läuft Hollywood fortwährend den Rang ab.
    Forget about Freeman

  7. #7
    Tet
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    AW: Hwanghae (The Yellow Sea)

    Gestern mal wieder gesehen. Gutes Ding.

    Zitat Zitat von Bob Beitrag anzeigen
    @Yun-seok Kim: was für ein abfahrer! selten so ein herrliches geschnetzel gesehen.

    KNOCK KNOCK KNOCK - Mugon no kuukan o daite
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  8. #8
    Regisseur Avatar von Jackie Flannery
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    AW: Hwanghae (The Yellow Sea)

    OMFE-Empfehlung John:

    Da ich ziemlich erkältet bin, gebe ich meine Review hier ab und nicht im Ftb, deswegen wird sie auch ein wenig kürzer.

    Die erste Stunde vom Film ist sehr gross. Hong-Jin Na's Inszenierung ist bis zu diesem Zeitpunkt viel weniger aufgebauscht als im Chaser. Der Film erzählt die Geschichte eines im Grenzgebiet Chinas lebenden Nordkoreaner, der die "Gelegenheit" bekommt von einem lokalen Gangster seine Schulden beglichen zu bekommen, wenn er einen reichen Südkoreaner umbringt. Ausserdem würde er einen Batzen Geld bekommen und könnte wieder mit seiner Frau zusammenziehen, die in Korea Geld verdient von der er aber nichts weiter gehört hat und die er deshalb verdächtigt eine Affäre zu haben.

    So in dieser ersten Stunde wirkt der Film wie etwas aus der Feder von Inarritu. Die Gegenden an der Grenze sind sehr ärmlich und auch nicht in einen Hollywoodfilter gepresst, was mir sehr gefiel und gut rüberkommt. Jeder möchte von dort weg. Das Seoul, dass die Hauptfigur erwartet, gestaltet sich aber kaum freundlicher zu ihm, denn besonders wie Südkoreaner auf ihn reagieren, ist sehr abschätzig und rassistisch. Der Regisseur lässt wirklich kein gutes Haar an der Beziehung seiner Landsleute zu den aaargh (heute sehr passende, he he) ich finde gerade nicht die Bezeichnung für diese Nordkoreaner. Die Planung des Mordes und vor allem wie sich dieser abspielt, ist wirklich herausragend und für mich das Highlight des Filmes. Leider stoss mir der Film schon hier auf, denn die Flucht des Protagonisten vor der Polizei hätte lächerlicher nicht mehr sein können. Plötzlich verwandelt er sich in diesem überaus realistischen Milieudramas in den Helden aus Fahrenheit (VG) und die Polizei hätte sich dümmer nicht mehr verhalten können, so auch später als man nach ihm fahndet. Tut mir leid, aber für mich ist das ein viel zu starker Bruch als mit dem vorhergesehenen, so als hätte Quentin Tarantino die zweite Hälfte von Babel übernommen. In den nächsten Akten wird zumindest die Geschichte klarer und der Hauptdarsteller, der den Bad Guy in Chaser spielte, brilliert durch sein sensibles Spiel. Während Mr. Myung wieder die coole Sau spielen darf, besonders seine Telefonunterhaltung mit dem Präsidenten ist sehr unterhaltsam. Aber spätestens ab dem Messerballett konnte ich den Film nicht mehr ernst nehmen. Die beiden Nordkoreaner sind ab diesem Zeitpunkt Superhelden, dass passt durchaus in einem Film wie Oldboy, der von Anfang an in einer ähnlichen, aber nicht unserer Realität spielt, aber nicht in einem so auf Milieu und Gesellschaftskritik gekritzelten Film wie Yellow Sea. Zusätzlich gibt es noch zufällige Plotentwicklungen, die mir zu praktisch waren, aber das ist nur ein kleiner Wermutstropfen.

    Trotz dem Ärgernis ist Yellow Sea ein stark gespielter, düsterer Film und eine interessante Erfahrung aber leider nicht das erhoffte Highlight.

    6 von 10


    P.S. Was genau war die Position des Präsidenten? Das war ja kaum der Südkoreanische Präsident.

    P.P.S. Sorry, wenn sich Fehler eingeschlichen haben und das ich die Namen der Figuren, Darsteller etc. nicht aufgeschrieben habe, die Erkältung setzt mir ziemlich zu.
    - What you think he'd do if he found us?
    - Shoot us, probably. He's always glad to have an excuse to use his deer rifle

  9. #9
    Tet
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    AW: Hwanghae (The Yellow Sea)

    die Polizei hätte sich dümmer nicht mehr verhalten können


    Ja, stimmt schon irgendwie.

    Mittlerweile habe ich mich aber daran gewöhnt, oder schätze es sogar in vielen Fällen. Das ist irgendwie in den meisten südkoreanischen Filmen so. Die Polizei ist einfach durchzogen von inkompetenten Deppen. Vielleicht ist ja was dran, wer weiß. Chaser war da ja auch so, oder Memories of Murder erst. Ich bin mir gerade gar nicht sicher, ob die "Bus"-Szene in Chaser oder Yellow Sea war. Die war ja auch ein wenig bescheuert, aber ich fand sie ehrlich gesagt große Klasse. Gut. Die Flucht nach der Tat in Yellow Sea war wirklich hart an der Grenze. Aber ich habe mich dabei trotzdem amüsiert. Wenn ich so darüber nachdenke, dann weisen die meisten der südkoreanischen Filme - die ich mag - solche "Brüche" (gerade richtung Comedyeinlagen) auf. Gehört irgendwie dazu.
    Geändert von Tet (19.09.2012 um 14:43 Uhr)

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  10. #10
    Tet
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    AW: Hwanghae (The Yellow Sea)

    Das steht für mich quasi stellvertretend für die südkoreanische Polizei:



    ...

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