Auf einer wahren Geschichte der echten Betty Anne Waters beruhend, zeigt dieser Film, wie es besagte, an sich ungebildete, Dame geschafft hat durch unbändigen Willen entgegen aller äüßeren Umstände der Unterschicht als alleinerziehende Mutter ihrem Bruder, einem Tunichtgut, der zu Unrecht wegen Mordes hinter Gittern saß, zu helfen, indem sie erst ihren Schulabschluß nachholte, dann Jura studierte und schließlich Anwältin wurde, um dann selbst für ihren schon jahrelang einsitzenden Bruder die Wiedergutmachung und Freilassung zu erreichen. Hillary Swank spielt sie mit Hingabe und sehr nachhaltig, ebenso intensiv und verletzlich gibt Sam Rockwell den Bruder. Regisseur Tony Goldwyn, der mir schon als Schauspieler (z.B. als intriganter Stabschef des US-Präsidenten Robert Culp in THE PELICAN BRIEF) sehr gefiel, beweist auch als Regisseur ein sehr gutes Händchen für den Stoff, für Figurenentwicklung und eine ausgezeichnete Milieuzeichnung des rural lower class Massachusetts.

8/10