Ergebnis 1 bis 10 von 10

Thema: Limitless

  1. #1
    Regisseur
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    Limitless

    Allein schon wegen Bradley Cooper und Robert DeNiro ein sehenswerter Film. Das Grundthema ist sehr interessant und schon von Beginn an mit den Credits und der einhergehenden nahtlosen Zoom-Kamerafahrt zieht einen der Film wie einen Sog magisch an. Ich mein, ich hatte noch nie einen Rausch jedweder Art aber so in etwa, speziell bei diesen Zoomkamerafahrten zu Beginn und dann später noch einmal im Film, stellt man sich das in etwa vor. Richtig blödes Achterbahngefühl, bei dem einem schon beim Zuschauen fast schwindlig wird (nur diese schwerelose Weltraumkamera anfangs um die Raumstation in EVENT HORIZION war diesbzgl. schlimmer) - aber inszenatorisch und kameratechnisch faszinierend gemacht. Noch faszinierender, tricktechnisch und inszenatorisch und bildtechnisch war die sprichwörtliche Verbildlichung der gesteigerten "Horizont-Erweiterung" der Hauptfigur - "faszinierend" würde Spock dazu sagen.

    Bradley Cooper, den ich seit seiner Zeit als Anhängsel von Jennifer Garner in ALIAS mag, spielt absolut super und Robert deNiro -in Ehren ergraut- wird auch von Film zu Film besser.

    Dazu ist die Story, die Handung, noch richtig spannend und vertrackt, aber auch an gewissen Momenten fast ein Feel-Good-Movie mit amüsanten Szenen, aber dann auch wieder richtig krude
     
    z.B. bei der unvermittelten Gewalt mit dem Jugo-Gangster dessen Blut Cooper vom Boden aufsaugt
    und ne absolut passende Musik.

    9/10

  2. #2
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Ohne Limit

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    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  3. #3
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: Limitless

    Limitless ist über weite Strecken ein wunderbar unterhaltsamer Film der alleine dank seiner tollen Grundidee schon ein enormes Potential in sich trägt. Dank der sympathischen Charaktere fiebert der Zuschauer von der ersten Sekunde an mit, ist schnell im Geschehen und bekommt dank der spielfreudigen Inszenierung auch immer wieder kleine optische Spitzen geboten. Die Darsteller gehen in ihren Rollen sichtlich auf und über weite Strecken schlägt das Szenario auch überzeugende Haken. Dennoch gibt es am Ende einige kleine Ärgernisse die eine höhere Wertung verhindern. So löst der Drehbuch die Probleme am Ende fast doch ein wenig zu einfach auf und enlässt den Zuschauer mit einigen offenen Fragen etwas ratlos aus dem Kinosaal.

  4. #4
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Limitless

    Zitat Zitat von KeyzerSoze Beitrag anzeigen
    So löst der Drehbuch die Probleme am Ende fast doch ein wenig zu einfach auf und enlässt den Zuschauer mit einigen offenen Fragen etwas ratlos aus dem Kinosaal.
    Und das mit den offenen Fragen ist für dich ein Ärgernis?
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  5. #5
    Regisseur
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    AW: Limitless

    Zitat Zitat von KeyzerSoze Beitrag anzeigen
    So löst der Drehbuch die Probleme am Ende fast doch ein wenig zu einfach auf und
    Nun, es kann doch aber sein, schließlich reden wir hier von einem Jahr später in der Handlung, daß
     
    daß da wirklich was von der Horizonterweiterung von seinem Geist und seinen Sinnen "hängengeblieben" ist nach einem Jahr auch ohne, daß er weiterhin die Droge nimmt. Und es kann doch auch gut möglich sein, daß er es, zumal mit seinen finanziellen Mitteln, geschafft hat, die Dosis sukksessive so weit zu senken, bis er schließlich "clean" war ohne, daß seine Gesundheit darunter litt. Alles davor redete ja von einem viel kürzeren Zeitraum des Nehmens und Absetzens dieser Droge.


    Etwas anderes dagegen stellte sich mir schon eher ein wenig, nunja "gerafft" da:
     
    denn wiederum halte ich ein Jahr dazwischen nicht für ausreichend als daß er plötzlich, wie im Film gezeigt, ein Senator ist. Erst muß man ja mal auf die Idee kommen, Förderer und Anhänger finden, einen Wahlkampf bestreiten und letztlich auch gewählt werden. Grade in Amerika, wo sich Kandidaten schon früh teils 3 Jahre vorher festlegen und sich aufstellen (lassen) erscheint mir ein Kandidat wie er "just out of the clear blue sky" innerhalb eines Jahres schon ein wenig zu verkürzt, daß er es gar schon ist, also Senator.

  6. #6
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: Limitless



    Zitat Zitat von Matt Beitrag anzeigen
    Und das mit den offenen Fragen ist für dich ein Ärgernis?
    Bei der Sache bezüglich des Mordes auf jeden Fall...


  7. #7
    laertes
    Gast

    AW: Limitless

    eben gesehen. schließe mich an. hat spaß gemacht. keine längen. keine überflüssigen mystery- oder conspiracy-erklärungsansätze wie bei lost und konsorten. sondern einfach eine pille und ihre wirkung. sehenswerter spaß.

  8. #8
    Regisseur Avatar von soulassassin
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    AW: Limitless

    FTB-Eintrag

    Was eine freudige Überraschung! Als mir ein Kollege damals den Trailer zeigte war ich nicht sonderlich angetan, suggerierten mir die Filmfetzen doch alt bekanntes Hollywoodgedöns das mich noch nie sonderlich interessiert hat... tja, hab mir den Trailer gerade nochmal zu Gemüte geführt und muss mir selbst eingestehen das ich damals gesehenes wohl mehr als nur passiv auf mich niederprasseln lies. Nicht das der Trailer jetzt sonderlich toll wäre, denn das dabei solch ein gelungener Film raus kommt erwartet man mitnichten aber is ja auch völlig wurscht denn ich bin ja nicht nur aufgrund der Tatsache, das mein Hirn mir ein kleinen streich gespielt hat so überrascht vom Endergebnis, sondern schlicht weils einfach ein ziemlich cooler Streifen geworden ist.

    Bradley Cooper ist ein extrem sympathischer Zeitgenosse den ich sehr gerne sehe und wenn er zu dem kleinen Bonus den er also ohnehin schon sicher hat, seine Rolle auch noch mit solch einer Gelassenheit, charmant und vor allen Dingen überzeugend runterspielt dann ist dahingehend schon mal alles perfekt. Gerade gelesen das Shia LaBeouf eigentlich für die Rolle des Eddie Morra vorgesehen war... urgs... es gibt also doch einen Film-Gott, puh. Robert De Niro ist nettes Beiwerk, nicht mehr nicht weniger. Aber lieber ein Hochkaräter wie ihn an Bord als jemand anderen.

    Mögliche

    Der Film selbst erinnerte mich in gewissen Szenen an 39,90, nicht thematisch aber so die ein oder andere Spielerei oder Kameraeinstellung oder ganz exemplarisch die ersten Minuten z.B. liessen mich unweigerlich an den grandiosen Franzosen denken. Eddie Morra ist ein abgewrackter Schriftsteller der nichts zu Papier bringt und auch sonst wenig bis gar nichts auf die Reihe bekommt, da ist es natürlich praktisch wenns eine kleine durchsichtige Pille gibt die schlagartig vollen Zugriff aufs eigene Gehirn ermöglicht - anstatt 20% plötzlich 100% nutzen. Geilo! Allein dieses Grundgerüst und selbstredend erst recht die Möglichkeiten die sich durch dieses nun auftun reichen aus um einen über die gesamte Laufzeit bei der Stange zu halten und bestens zu unterhalten. Dabei ist es auch völlig egal ob es sich hierbei nun um einen Mythos handelt oder nicht denn es lässt einfach so schön viel Raum für tolle Ideen, welche Regisseur Neil Burger mehr als nur ansprechend verpackt an den Mann bringt. Es wird quasi eine Art "neuer" Superheld erschaffen und es macht mächtig spaß seinen Aufstieg mitzuverfolgen. Die Inszenierung ist topp, ebenso die schönen, vielleicht nicht unbedingt innovativen aber nichtsdestotrotz (<-- Kackwort!) kreativen und ihre Wirkung nicht verfehlenden (und darauf kommt es ja wohl an) Spielereien die hier und da eingestreut werden. Dazu noch Kommentare aus dem Off und nette Dialoge und schon ist der Soul mehr als befriedigt. Es ist bestimmt kein Überfilm, für viele wahrscheinlich wirklich nicht mehr als das wofür ich es damals auch hielt als ich den Trailer sah aber zumindest eine Chance sollte man dem Film schon einräumen, wer weiß, vielleicht erlebt der ein oder andere ja eine ähnliche Überraschung.
    Geändert von soulassassin (17.08.2011 um 23:41 Uhr)
    "Ich hab drei Kinder und kein Geld! Warum hab ich nicht keine Kinder und drei Geld?!" - Homer Simpson

  9. #9
    Bob
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    AW: Limitless

    Zitat Zitat von Wolfe Beitrag anzeigen
    nahtlosen Zoom-Kamerafahrt
    mandelbrot-menge.

    hat mich aufgrund der hohen wertung auf imdb zunächst enttäuscht, wie wenig und materiell aus der prämisse gequetscht wird, aber das ende hat mich dann wiederum sehr versöhnlich gestimmt und bei einem zweiten mal würde ich ihn dann gleich als feel-good wahrnehmen und mehr spaß daran haben. kein verkehrter film.

    hier würde ich auch nicht gegen eine fortsetzung protestieren.
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  10. #10
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    AW: Limitless

    Limitless ist mit seiner schönen Idee gefällig inszeniert. Ich zitiere hier nochmal aus meinem FTB:



    Wie oft schlägt man sich in seinem Alltag immer wieder mit Halbwissen durch. Manchmal scheint man den richtigen Riecher zu haben und schlägt sich damit erfolgreich durch, oft bleibt man aber auch auf der Strecke weil einem doch entscheidende Geistesblitze fehlen um zu glänzen. Wer hat sich da nicht schon mal vorgestellt, wie es wäre eine geniale Eingebung nach der anderen zu haben, wenn all die Dinge die man mal irgendwo gehört, gesehen oder gelesen hat wohl sortiert im Gedächtnis jederzeit abrufbereit wären. Genau das wird für Eddie Morra (Bradley Cooper) in Limitless möglich. Als nicht gerade erfolgreicher Schriftsteller, der nicht aus dem Quark kommt und dessen Freundin aus diesem Grund gerade mit ihm Schluß gemacht hat, spielt ihm eine Fügung des Schicksals eine ungewöhnliche Droge in die Hände. Ein Medikament das all die schlafenden Kapazitäten des menschlichen Gehirns verfügbar macht und ihm damit ein schier grenzenloses Potential an Fähigkeiten erschließt...

    Mit seiner Prämisse bringt Limitless eine Geschichte auf den Weg, an deren Idee und Verlauf ich relativ wenig zu meckern habe. Jeder hat diese Idee schon einmal gehört, dass ein Mensch nur mit einem Bruchteil seiner Gehirnaktivität aktiv umgeht und dass man nur spekulieren kann welche Möglichkeiten sich auftun könnten würde ihm die gesamte Kapazität des komplexen Gedankenapparates zur Verfügung stehen. Limitless spielt mit dieser Idee und lotet dieses Potential aus. Die Geschichte bleibt dabei weitestgehend stabil, bezieht dabei einige Konfliktpunkte ein, die auch der Spannung förderlich sind und hat dabei mit Bradley Cooper auch einen überzeugenden Hauptdarsteller, der gleichermaßen das Schludrige wie auch das unverhofft (und unverdient) Geniale des Hauptcharakters treffend verkörpert. Ich würde Limitless selber nicht als genial einstufen, dazu spielt er eher auf einfachem als auf brilliant intellektuellem Niveau, er bleibt aber durchgehend bei der Sache und gestaltet sich abwechslungsreich und unterhaltsam. Profitiert dabei von seiner interessanten Idee.
    "Sometimes, when you bring the thunder, you get lost in the storm."

LinkBacks (?)

  1. 02.05.2011, 18:12
  2. 24.04.2011, 22:52
  3. 21.04.2011, 00:30

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