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Thema: Battle: Los Angeles

  1. #1
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    Battle: Los Angeles

    Mit allem hätt ich gerechnet, aber nicht mit einem reinen Kriegsfilm konfontriert zu werden. Glaubte mehr an ein besseres Skyline, aber dem war nicht so. Im Grunde ist World Invasion: Battle Los Angeles allein schon vom Set Design, von der Bildsprache, Schnitt her eher "embedded journalism" live aus Afghanistan oder Irak oder so. So kommt einem zumindest vor, insbesondere durch die in Schutt und Asche gelegten Häuser und Gegenden sowie die nervige Handkamera, die vor allem ne Wackelkamera ist, bei der ständig die Kamera über die Schulter guckend mit dem Jeweiligen mitrennt, mitstolpert usw. usf.

    Von den Aliens und ihrer Gerätschaft sieht man lange lange viel zu wenig. Einen Pluspunkt hat der Film wenigstens: Aaron Eckhart.

    Was dem Film gutgetan hätte, wäre eine andere Aufnahmetechnik gewesen, mehr Totalen, weniger Nahaufnahmen. So bleibt, nach SKYLINE und WORLD INVASION: BATTLE LOS ANGELES also INDEPENDANCE DAY weiterhin der unangetastete Branchenprimus.

  2. #2
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    AW: World Invasion: Battle Los Angeles

    So unterschiedlich können die Gedanken vor und nach einem Film sein. Als ich vor wenigen Tagen die Wertung von 6,6 auf IMDb sah (Tendenz: fallend) dachte ich noch ’ui… so wenig!?’, nach dem Film dachte ich ’ui… so viel!’. Hatte ja trotz der teilweise nicht so übermäßig berauschenden Meinungen mir selbst eingeredet, dass er so schlecht ja nicht sein kann und wenigstens die visuelle Seite mit Action und Optik allgemein sollte doch im Kino ein positives Erlebnis sein. Und das hielt sich dann auch noch rund eine Dreiviertelstunde und während ich meinem Mitseher die Ungeduld und das Nichtgefallen dessen was sich auf der Leinwand abspielte anmerkte behielt ich meinen inneren Verteidigungsmodus längere Zeit bei, aber irgendwann machte es *klick*, weil es einfach zuviel des Schlechten war.

    Zugegeben, Action und Optik sind schon halbwegs gut anschaubar und passabel in Szene gesetzt, dazu die dramatischen Ereignisse… aber der Rest… OMG. Dass die Dialoge sicher nicht im positiven in die Filmgeschichte eingehen war ja zu erwarten, zumal es sich ja um Soldaten im Kampfeinsatz handelt, das ist also insoweit realistisch, aber was dann stellenweise für ein Dünnpfiff verzapft wird, gerade im letzten Filmdrittel, das ist schon fast nicht mehr erträglich. Dieser Pathos und dieses „die besten Männer…“-bla; und welches Klischee, insbesondere auch schon bei der Einführung der Figuren, wurde eigentlich nicht bemüht?

    Dann ist auch die Story aber sowas von vorhersehbar und 08/15. Spätestens ab dem letzten Filmdrittel weiß man doch schon immer vorher was passiert, in jeder Szene. Das ist so ermüdend und zum Aufregen geeignet. Dann hat man sich auch ein wenig bei anderen Filmen bedient, z.B. ID4 (und sich dabei zu bedienen ist ungefähr so wie wenn man einen Kaugummiautomaten aufbricht) oder bei Krieg der Welten (wobei man sich hier nicht mit unnötigen Erklärungen aufhält, wie das riesige Raumschiff denn unter die Oberfläche gelangt ist… ehm… hallo!?).

    Ne… dat war nix… schade eigentlich, hatte mir deutlich mehr erwartet. Aber gut möglich, dass der Film in Amiland besser ankommt, weil man da das ganze Militärgezeugs nicht so eng sieht und womöglich viele aufstehen im Kinosaal und Mitsalutieren. Ist ja dann auch okay, aber für den Markt außerhalb der Staatsgrenzen dürfte das dann nicht geeignet sein.

    Eines gibt noch zu denken… vom Aufbau des Filmtitels könnte man fast drauf schließen, dass weitere Fortsetzungen geplant sind… Battle: Rio de Janeiro; Battle: London; Battle: Tokio; Battle: Buxtehude… freu’ ich mich schon drauf, weiß ich wenigstens, was ich nicht schaue, so eine Erkenntnis und Gewissheit ist heutzutage auch schon viel wert.

    Mich wundert ehrlich gesagt auch die sehr gute Bewertung auf MM… vielleicht hab’ ich ja was übersehen oder nicht verstanden. Strange.

    Immerhin sind wie gesagt Action und Effekte passabel sowie die ein oder andere kleine humoristische Stelle ganz amüsant (gewollt wie auch unfreiwillig), drum reicht es für knapp 3/10 Punkte.
    The bad news is, we did an X-ray, and your body is full of a spooky skeleton man.

    Last watched movies [letzte Änderung: 22. September 2017]

  3. #3
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    AW: World Invasion: Battle Los Angeles

    Zitat Zitat von Kalervo Beitrag anzeigen
    Eines gibt noch zu denken… vom Aufbau des Filmtitels könnte man fast drauf schließen, dass weitere Fortsetzungen geplant sind… Battle: Rio de Janeiro; Battle: London; Battle: Tokio; Battle: Buxtehude….
    Das, mein Freund, war mir auch schon in den Sinn gekommen. Was im Übrigen im Film des Films eigene Logik tötet so mancher Schauplatz, denn es heißt doch, daß die Aliens
     
    das Wasser der Ozeane brauchen um ihr "Ding" durchziehen zu können, da sie offenbar ohne das Wasser nicht leben können und auch ihren Raumschiffe und Maschinen Wasser als Treibstoff brauchen und daher nur Küstenstädte brauchen um zu kolonialisieren und der Meeresspiegel sich wegen derer Nutzung schon abgesenkt habe - ja aber dann sieht man in News.Ausschnitten ikm Film so Städte wie Hamburg oder Paris... äh gut, die Elbe mündet irgendwann mal ins Meer, kann mich aber nicht erinnern, daß Paris irgendwie auch nur annähernd etwas mit dem Meer zu tun hätte, wie also sollen die Aliens dort "wirken"?

  4. #4
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    AW: World Invasion: Battle Los Angeles

    Zitat Zitat von Wolfe Beitrag anzeigen
    Das, mein Freund, war mir auch schon in den Sinn gekommen. Was im Übrigen im Film des Films eigene Logik tötet so mancher Schauplatz, denn es heißt doch, daß die Aliens
     
    das Wasser der Ozeane brauchen um ihr "Ding" durchziehen zu können, da sie offenbar ohne das Wasser nicht leben können und auch ihren Raumschiffe und Maschinen Wasser als Treibstoff brauchen und daher nur Küstenstädte brauchen um zu kolonialisieren und der Meeresspiegel sich wegen derer Nutzung schon abgesenkt habe - ja aber dann sieht man in News.Ausschnitten ikm Film so Städte wie Hamburg oder Paris... äh gut, die Elbe mündet irgendwann mal ins Meer, kann mich aber nicht erinnern, daß Paris irgendwie auch nur annähernd etwas mit dem Meer zu tun hätte, wie also sollen die Aliens dort "wirken"?

    Ach, ich denke mit allzugroßer Logik sollte man hier nicht herumhantieren. Paris liegt immerhin an der Seine, ein doch recht großer Fluss, aus dem einiges an Wasser gezogen werden kann. Weiß nicht ob die Invasoren unbedingt eine direkte Ozeanverbindung brauchen oder ob es nicht auch ein Fluss tut. Aber so gesehen wäre die Menschheit ja dann jeweils im Landesinneren total sicher vor den Aliens. Auch ist mir nicht ganz klar, was diese Information sollte. Erst dachte ich, das wäre ein Hinweis darauf, wie man die Außerirdischen bekämpfen wolle, dass man sie versucht trocken zu legen oder sowas, aber dem war ja nicht so. Dann also vielleicht eine Art Begründung für den Angriff, dass sie an unsere Wasservorkommen wollen... aber wenn sie die so schleunigst verbrauchen (es wurde doch glaub gesagt der Wasserspiegel sei schon deutlich gesunken; und das binnen weniger Stunden), dann haben sie ja daran auch keine lange Freude und der Aufwand steht in keinem rationellen Verhältnis zum Ertrag. Aber gut, wer kann schon die Gedankengänge von Aliens oder von Drehbuchautoren nachvollziehen.
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  5. #5
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    AW: Battle: Los Angeles

    Wer weiß, vielleicht war ja der Autor Alien?

  6. #6
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    AW: Battle: Los Angeles

    Das würde einiges erklären.
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  7. #7
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    AW: Battle: Los Angeles

    ..und er litt unter Wassermangel ..

  8. #8
    Moderator Moderator Avatar von TheCrow
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    AW: Battle: Los Angeles

    Zitat Zitat von Wolfe Beitrag anzeigen
    Was dem Film gutgetan hätte, wäre eine andere Aufnahmetechnik gewesen, mehr Totalen, weniger Nahaufnahmen. So bleibt, nach SKYLINE und WORLD INVASION: BATTLE LOS ANGELES also INDEPENDANCE DAY weiterhin der unangetastete Branchenprimus.
    Nur der Klarheit halber:
    Welcher hat Dir besser gefallen? SKYLINE oder BATTLE: LOS ANGELES?
    "Stop breathing!" - The Man in Black
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  9. #9
    Regisseur
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    AW: Battle: Los Angeles

    Zitat Zitat von TheCrow Beitrag anzeigen
    Nur der Klarheit halber:
    Welcher hat Dir besser gefallen? SKYLINE oder BATTLE: LOS ANGELES?
    Gute Frage. Nächste Frage
    Nein, im Ernst: schwer zu sagen. So richtig schlecht fand ich keinen der Beiden. Richtig gut aber auch beleibe nicht. Würde sagen, daß SKYLINE über weite Strecken irgendwo origineller war als WORLD INVASION, allein schon die Sache mit dem blauen Licht und Traktostrahl, außerdem besaßen die Aliens in SKYLINE doch mehr "Persönlichkeit", wenn man überhaupt von Persönlichkeit sprechen kann. In WORLD INVASION sinds einfach im wahrsten Sinne gesichtslose Irgendwase, die wirklich null Persönlichkeit und Ausstrahlung haben, geschweige denn einer Motivation warum sie das tun. All dies erfährt man zumindest in SKYLINE. Dagegen spricht aber in SKYLINE der meines Erachtens wirklich wirklich üble und krude Schluß im Raumschiff, der eher unfreiwillig komisch wirkt und vieles zum zuvor im Film Abgelaufenen im Nachhinein schlechter macht.
    WORLD INVASION hingegen ist wie schon gesagt für mich im Grunde ein reiner Kriegsfilm vom Typus "realistischer Kriegsfilm a lá "embedded war journalism", bei dem die Alien-Invasion ersatzlos auch gegen Afghanistan-Hinterrund oder irak-Hintergrund hätten ausgetauscht werden können. Im Nachinein wundere ich mich auch immer mehr über den vertrackten ultralangen Filmtitel mit dem Doppelpunkt: Los Angeles hinten dran. Da hatte man wohl seitens der Macher nicht mal ne Idee wie man den Film ordentlich und griffig benennen und vermarkten könne.
    Geändert von Wolfe (19.04.2011 um 19:28 Uhr)

  10. #10
    Moderator Moderator Avatar von TheCrow
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    AW: Battle: Los Angeles

    Interessant...und ich kann alles nachvollziehen.
    Ich persönlich freue mich sehr auf die BD von SKYLINE. Natürlich kein klasse Film (was man auch an den beiden Kurzreviews erkennt, welche meiner beigefügt wurden), aber wenn ich daran denke, was die Strausse Brothers mit nur 11 Millionen auf die Beine gestellt haben (zum Vergleich: jeder tumbe DTDVD-Streifen von Seagal kostet um die 15 Millionen), kann ich nur Respekt davor haben. Dazu macht der Film (oftmals unfreiwillig, aber das ist mir in diesem speziellen Fall im Endeffekt egal) Spass, und das Ende gefällt mir persönlich nur stilistisch gesehen nicht. Die Idee finde ich sehr interessant!
    Das Budget von BATLLE: LOS ANGELES betrug übrigens um die 100 Millionen...
    Und auch, wenn ich den noch nicht gesehen habe, verwundert es mich, dass die "Militär-Verherrlichung"-Schreie bei TRANSFORMERS viel lauter waren...dabei sieht man dem Trailer doch schon an, dass es bei B:LA um nichts Anderes geht.
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