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Thema: Der ganz große Traum

  1. #1
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    Der ganz große Traum

    Ein wunderbarer Film. Schon von Beginn an, nimmt Einen die leicht nostalgisch wirkende orchestrale Musik mit an die Hand und bildet einen narrativen Bogen bis hin zum schlußendlichen Abspann. Die Figur von Daniel Brühl und sein famoses Schauspiel begeistern von der ersten Einstellung an, was allein schon durch seine stets positive Ausstrahlung untermauert wird. Das 1870er Setting ist gut umgesetzt, genau wie die damaligen "Manieren" und Sitten und Gebräuche, Kleidung usw.
    Die Pennäler werden ebenso gut verkörpert wie die Lehrkörper. Schön zu sehen, wie der Fußball tatsächlich nach Deutschland gekommen ist.

    Schön auch die Divergenz des Grundgedankens Fußball, wie er hier gezeigt und gelebt zu werden "hip hip hooray boys, FAIR PLAY" gegenüber dem heute gelebten Fußball zu sehen, wenn ich mir etwa als totalen Kontrast dazu das gestrige Pokalhalbfinalspiel Bayern-Schalke dagegenhalte, wo vom Grundgedanken, dem Fairplay, wie auch dem "Dabeisein ist Alles" im Grunde nichts mehr übrig geblieben ist. Oder wenn man sich FANATISCHE "Fans" mit Haßgesängen und Plakaten (wie etwa gestern gegen Neuer) vor Augen hält.

    Der ganz große Traum ist ein ganz großes Plädoyer für Kameradschaft und Fairplay ist von Anfang bis Ende ganz großes Kino. Neben Brühl brillieren vor allem auch noch Burkhart Klaußner und Justus von Dohnanyi, der mal wieder seine ganze Wandlungsfähigkeit zeigt. Im von ihm selbst inszenierten BIS ZUM ELLBOGEN spielte er den naiv-tumben Bald-Leichnam, hier den überharten Übervater und Kotzbrocken mit einer unglaublichen Authenzität.

    10/10

  2. #2
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: Der ganz große Traum

    Zitat Zitat von Wolfe Beitrag anzeigen
    Schön zu sehen, wie der Fußball tatsächlich nach Deutschland gekommen ist.
    Nunja, wie schon im Vorspann erwähnt sind die kompletten Geschehnisse im Film rein fiktiv. Zwar war es durchaus Konrad Koch, aber das Ganze wie ist frei erfunden im Film.

  3. #3
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    AW: Der ganz große Traum

    Okay, es hieß glaub "frei nach wahren Begebenheiten" in den opening credits. Daß da nicht Alles 1:1 so war damals wie im Film geschildert ist geschenkt, aber die zugrundeliegenden "wahren Begebenheiten" werden sie ja wohl nicht hingeschrieben haben, wenns nicht stimmte.

  4. #4
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: Der ganz große Traum

    Im Grunde waren außer Koch die Figuren, seine Klasse etc. frei erfunden; auch die Sache mit seinem Vater, der erst viel später gestorben ist wurde nur aus dramaturgischen Gründen eingefügt. Im Grunde wirklich ein Film, der sich zwar mit dem Mann befasst der den Fußball nach Deutschland gebracht hat, aber das Ganze komplett fiktiv erzählt.

  5. #5
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    AW: Der ganz große Traum

    Zitat Zitat von KeyzerSoze Beitrag anzeigen
    Im Grunde waren außer Koch die Figuren, seine Klasse etc. frei erfunden; auch die Sache mit seinem Vater, der erst viel später gestorben ist wurde nur aus dramaturgischen Gründen eingefügt. Im Grunde wirklich ein Film, der sich zwar mit dem Mann befasst der den Fußball nach Deutschland gebracht hat, aber das Ganze komplett fiktiv erzählt.
    War mir schon klar, daß z.B. grade die Klasse nicht 1:1 authentisch ist. Da wirds aber schätz ich in DER Klasse, DIE der echte Koch unterrichtet wohl auch diese oder jene Typen gegeben haben, wie im Film angelehnt geschildert, ne Strebertype, ne rebellierendere Type, vielleicht auch ne Unterschichttype, oder meinste nicht?
    Und Kochs Vater spielte ja nun wirklich im Film und auch im Background der Brühl-Figur im Film keine bedeutende Rolle für die Handlung.

    Wie hat der Film DIR denn gefallen?

  6. #6
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    AW: Der ganz große Traum

    Fand es war ne gute Kopie von Dead Poets Society und hab mich gut unterhalten gefühlt. Etwas ausführlicher schreib ich die Tage mal was

    Nunja, mag sein; aber auch die Hauptthematik um die Ablehnung mit den Intrigen etc. ; Koch hatte viele Befürworter in der Schule die in dabei unterstützt haben den Fußball im Sportunterricht einzufügen.

  7. #7
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    AW: Der ganz große Traum

    Zitat Zitat von KeyzerSoze Beitrag anzeigen
    Fand es war ne gute Kopie von Dead Poets Society und hab mich gut unterhalten gefühlt. Etwas ausführlicher schreib ich die Tage mal was
    Aja, DAS vergaß ich noch in meinem Eingangsbeitrag zu schreiben. Schöne Anlehnung an CLUB DER TOTEN DICHTER und Daniel Brühls Gesicht mit Spitzbart erinnerte mich irgendwie an Ethan Hawke.

  8. #8
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    AW: Der ganz große Traum

    Bisher nie was davon gehört. Bei der Thematik auch irgendwo klar. Ein NICHTS.

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  9. #9
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: Der ganz große Traum

    Auch wenn von der wahren Geschichte des Konrad Koch wenig bis gar nichts mehr übrig geblieben ist, kann die deutsche Kopie von Der Club der toten Dichter durchaus überzeugen. Im Vergleich zu seinem Vorbild wird die Thematik nur auf Fußball und wie er angeblich Einzug in Deutschland gefunden hat umgemünzt. Die Sportart selbst ist dabei trotz einiger netten Anspielungen (so vermag es entgegen aller Klischees nur eine Frau der breiten Masse Abseits in wenigen Worten erklären) klar im Hintergrund: Alles dreht sich um einen Lehrer und seiner Klasse die für ihr Freidenkertum gegen die Obrigkeit rebellieren müssen und dafür jede Menge Ärger bekommen. Das Ganze ist optisch schön eingefangen, hat das Who is Who des deutschen Schaupiels zu bieten, bei denen sich auch Daniel Brühl nach seiner tollen Leistung bei den Inglorious Basterds erneut für weitere Rollen empfehlen konnte. Ein wunderbares Feel-Good-Movie das trotz der üblichen kleinen Genreschwächen für alle zu empfehlen ist die schon bei O Captain my Captain den Kinosaal mit Gänsehaut verlassen haben.


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