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Thema: The Turin Horse

  1. #1
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    The Turin Horse



    IMDB
    Regie: Bela Tarr (Werckmeister Harmonies, Satantango)
    Cast: János Derzsi (Kontroll), Erika Bók (The Man from London), Mihály Kormos (Werckmeister Harmonies), Volker Spengler (Berlin Alexanderplatz), Ricsi




    Ich kannte von Bela Tarr bislang nur seinen grandiosen Werckmeister Harmonies im dem eigentlich so gut wie gar nichts passierte, er den Zuschauer aber komplett in seinen Bann ziehten konnte mit dieser einmaligen Art Bilder und Musik zu inszenieren. Mit seinem neuesten und wie er auf der Pressekonferenz der Berlinale ankündigte auch letzten Film des Regisseurs ist ihm selbiges wieder gelungen. The Turin Horse zeigt die alltäglichen Tätigkeiten eines Mannes, seiner Tochter und deren Pferd, die aufgrund eines Unwetters mehr oder weniger in ihrem Haus gefangen sind. Schon mit seinem perfekt inszenierten Prolog gelingt es Tarr dem Zuschauer wieder in seinen Bann zu ziehen und auch wenn sich die Tätigkeiten der Charaktere kaum variieren kommt zu keiner Sekunde Langeweile auf. Fast schon meditativ begeistern die Bilder auf der Leinwand, die Musik aus den Boxen und nahezu jede Einstellung des Filmes. Tarrs Filme zu beschreiben scheint eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit zu sein; man muss sie erlebt haben. Auch wenn sie sicherlich nicht für jeden zugänglich sein werden; für mich ist The Turin Horse bislang eines der ganz großen Highlights der Berlinale und ich würde mich freuen wenn zumindest der Preis für die beste Regie an Tarr gehen würde (wobei ich zugegebenermaßen nur sehr wenig Filme aus dem Wettbewerb gesichtet habe).

  2. #2
    Admin Avatar von Matt
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    AW: The Turin Horse

    Kein Film hat mich noch nach der Berlinale so nachhaltig beschäftigt wie Béla Tarrs A torinói ló und ich bin dankbar, den Film dort gleich zweimal gesehen zu haben. Bisher habe ich wenig Kritiken über dieses Mysterium gelesen, welche wirklich gehaltvoll waren, doch das hat sich soeben geändert. Denn Robert Koehler geht in seinem Text ausführlicher auf mögliche Aussagen und Hintergründe, gerade in Bezug auf Nietzsche, ein: The Turin Horse (Robert Koehler - filmjourney)
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  3. #3
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    AW: The Turin Horse

    Hat nun tatsächlich noch einen Kinostart präsentiert bekommen ... wer also ab dem 15. März noch nichts vorhat; da läuft einer der besten Filme des etzten Jahres an...

  4. #4
    Admin Avatar von Matt
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    AW: The Turin Horse

    Nicht schlecht. Hast du eine Ahnung, mit wievielen Kopien der im Einsatz sein wird?
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  5. #5
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: The Turin Horse

    Ich tippe auf maximal 10

  6. #6
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    AW: The Turin Horse

    Danke für die News. Ich baue mal drauf, dass der bei mir in der Nähe laufen wird. Außer alle 10 Kopien gehen nach Berlin.

  7. #7
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: The Turin Horse

    Da ich in München sogar Nader und Simin OmU schauen konnte als ich vor Ort war, glaub ich nicht dass das ein Problem darstellen wird

  8. #8
    Admin Avatar von Matt
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    AW: The Turin Horse

    Pitt, hier zumindest eine der lesenswerten Rezensionen über Tarrs Film. Ist zwar eine umfangreichere und nicht die, die ich meinte, aber ebenfalls durchaus interessant:

    It's almost as if Tarr is dismissing even the possibility of there being any meaning to life, even if that meaning were to be strictly negative. Similarly, a scene of the half-literate daughter slowly sounding out a Bible passage seems to be a wry commentary on the (im)possibility of achieving any kind of higher communion. And yet, whatever value there is in life, the film seems to be suggesting, is not to be found in any cosmic scheme, but simply in humankind's ability to live day by day. By the end of the film, that ability has been severely tested, as the father and daughter lack even the ability to bring (literal) light to their humble abode, but rarely in the cinema have such lives, such tasks been endowed with so much presence, such a sense of exhausted vitality. The characters' lives may be insignificant in any kind of larger scheme, but as they unfold on the screen, they are everything. If ever a film had a claim to being profound in its banality, The Turin Horse is it. (Andrew Schenker - Slant Magazine)
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

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