Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Cyrus

  1. #1
    Bob
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    Cyrus

    Cyrus (2010) - IMDb

    echt schade, hätte entweder ein gutes drama oder eine gute komödie abgeben können. in der finalen form nix halbes und nix ganzes. Jonah Hill könnte in zukunft ein wirklich guter schauspieler werden.
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  2. #2
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: Cyrus

    Wie der deutsche Verleih seinen Film bewirbt ist doch mehr als unglücklich, bedenkt man das harmonische Poster, bzw. den deutschen Titelzusatz. Statt einer Komödie bekommt der Zuschauer hier ein Drama geboten, das sich durchaus sehen lassen kann. Die Geschichte handelt von einem Mann der sich in eine Frau verliebt, deren anhängliches Muttersöhnchen jedoch seine diese nicht teilen möchte und alles daran setzt ihren neuen Lover zu diskredieren. Dass das Ganze so gut funktioniert liegt zum einen an dem ruhigen, durchaus realistisch anmutenden Drehbuch, vor allen Dingen aber and den glaubwürdigen Leistungen des Hauptdarstellertrios. Jonah Hill darf dabei das erste Mal in einer ernsten Rolle zeigen, dass er mehr drauf hat als nur die gewohnten Blödeleien. Ebenso beweist John C. Reilly einmal mehr dass er wohl zu den unterschätztesten Darstellern gehört. Ein durchweg überzeugender Film, jedoch sollte man sich nicht von der unglücklichen Bewerbung des deutschen Verleihs vereinnahmen lassen, denn Cyrus ist alles andere als eine Komödie.

  3. #3
    Regisseur Avatar von Pitt
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    AW: Cyrus

    Bob.

    (5 Zeichen)

  4. #4
    Regisseur Moderator Avatar von John McCane
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    AW: Cyrus

    Bob?

    (fünf Zeichen)
    Forget about Freeman

  5. #5
    Bob
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    AW: Cyrus

    It's-a-me! (Bob)
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  6. #6
    Regisseur Moderator Avatar von John McCane
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    AW: Cyrus

    Oder Bob im Sinne von Best of the Best
    Forget about Freeman

  7. #7
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    AW: Cyrus

    Alles in allem ein ganz guter Film bei dem man jedoch auf die komödiantischen Einlagen hätte verzichten können. Hier konnten sich die Macher wohl nicht recht entscheiden was sie eigentlich wollen. Der Grundton des Films hätte ruhig noch etwas ernster sein können. Liegt wahrscheinlich mit an der Auswahl der Schauspieler.
    Es gibt keinen Teufel, nur Gott wenn er getrunken hat.

  8. #8
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    AW: Cyrus

    Auf eine wirklich sehr gemächtliche Art bewegt sich der Film Cyrus innerhalb der kognitiven Dissonanz. Die Kognition des Zuschauers, führt zu dem empfinden einer mitfühlenden Verlegenheit, in der sich die Protagonisten abwechselnd bewegen. Allen voran natürlich im Gebilde von Cyrus selbst. Jonah Hill spielt hierbei eine äußerst bemitleidenswerte Person, der mit seinen gestörten Verhaltensmuster den Zuschauer mit unsäglicher Peinlichkeit berührt.
    In dessen Definition, auch der ursprüngliche altgriechische Begriff ποινη (Strafe), als entfernte Situation für eine solche peinliche Befragung, verstanden werden kann. Zu dem erinnert die Person Cyrus ein wenig an die Fabel "Der Fuchs und die Trauben" von Äsops. Statt der Selbstreflektion, wird das Unvermögen ledeglich auf bequemere Variante vonsich gewiesen und auf jenes projiziert, das der unreflektierten Person als unbequem erscheint. Das sich bei Cyrus u.a. in Form der fehlenden sozialen Mobilität darstellt.
    Das Kontinuum in der Theorie der sozialen Identität. In der es Cyrus nicht gelingt, sich aus den sozialen Mutter-Keller-Verhältnis zu lösen, so dass eine neue soziale Gruppierung gestaltet werden kann. Folglich führt es im Film auch zu „soziale Kreativität“ und „sozialer Wettbewerb“, in denen sich Sohn und neuer Freund der Mutter, gegenseitig versuchen auszuspielen, um die eigene Position zur Mutter bzw. zur Freundin, für sich aufwerten können.

    Cyrus ist letztenendes eine sehr feinsinnige Komödie ohne hektisch an der Rute zu reißen. Ein bisschen wie Put & Take. Der Film ist immer nur so weit witzig, wie man ihn selbst als solches sein lassen möchte. An der Grundprämisse der berührten Peinlichkeit, lässt es sich in jedem Fall durchgehend bepissen. Jedenfalls hatte ich meinen Spaß und das größtenteils fern davon, dass dieser einen aufgezwungen und nahe gelegt wird. Verstecke den Spaß, so könnte man fast meinen, bei einen allerdings widerum oberflächlichen Humor. Finde ich irgendwo fastizinierend. Wahrschleinlich übertreibe ich da gerade aber auch einfach nur mit meiner Wahrnehmung. Denn so übertrieben ist der Film überhaupt nicht. Eigentlich ist da fast gar nichts. Am Ende bleibt auch nicht viel mehr als eine Happy-End-Erkenntnis. Vielleicht hat mich ja letztlich dieses biesschen von Film und diese Stille ansich überzeugt. Dorthin, darin sehen und hören zu wollen. Für sich einen Klang zu erzeugen. Darin animiert zu werden, etwas zu spielen. Einer Melodie zu folgen, um sie zu eine Komposition zu bringen. Ficken ja scheiße, jetzt drifte ich schon wieder darin ab, irgendwelche Verschwörungstheorien wie Pimmel in den Himmel zu rühmen. Egal. Finde den Film einfach gelungen.

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  1. 21.12.2010, 03:31

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