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Thema: Drei

  1. #1
    Regisseur Avatar von Julia
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    Drei

    Tom Tykwers neuster Film über eine Dreiecksbeziehung.

    Teaser:
    DREI | X Verleih AG, Berlin | Der neue Film von Tom Tykwer

    Ausschnitte und Interviews:

    DasErste - ttt - titel thesen temperamente: "Drei" - der neue Film von Tom Tykwer


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    Was haltet ihr davon? Die Geschichte und die Schauplätze sprechen mich an aber bisher mochte ich die Sophie Rois nie. Mal sehen ob sie mich hier mal überzeugen kann.

  2. #2
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: Drei

    Also ich kenne 2-3 Leute die ihn in Venedig gesehen haben und keiner hatte ihm mehr als 2/10 gegeben. Auch im Pressespiegel dort kam er alles andere als gut weg ... ich glaub das könnte wirklich Tykwers erste Gurke werden...

  3. #3
    Regisseur Moderator Avatar von Daniel
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    AW: Drei

    Zitat Zitat von KeyzerSoze Beitrag anzeigen
    [...] ich glaub das könnte wirklich Tykwers erste Gurke werden...
    Fand den nicht gurkig. Hat mittlerweile jemand hier Drei gesehen? Wäre mal an Meinungen interessiert.

  4. #4
    laertes
    Gast

    AW: Drei

    ja. trotz der interessanten prämisse (polyamorie bzw dreiecksbeziehung) ein furchtbarer film. pseudo-intellektueller text in depressivem gewand. tod und verderben, und alle laufen mit so 'ner fresse rum und sind unzufrieden: typisch deutsch. lohnt nicht.

  5. #5
    Bob
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    Regisseur Avatar von Bob
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    AW: Drei

    lohnt sich von dem kerl überhaupt was außer der Lola? also keine rhetorische frage, kenne sonst nix.
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  6. #6
    Regisseur Moderator Avatar von Daniel
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    AW: Drei

    Zitat Zitat von laertes Beitrag anzeigen
    ja. trotz der interessanten prämisse (polyamorie bzw dreiecksbeziehung) ein furchtbarer film. pseudo-intellektueller text in depressivem gewand. tod und verderben, und alle laufen mit so 'ner fresse rum und sind unzufrieden: typisch deutsch. lohnt nicht.
    Hast du nen anderen Film gesehen? Habe ich überhaupt nicht so wahrgenommen. Klar, das Thema "Tod" ist in vielerlei Hinsicht angelegt und es handelt sich sicherlich auch nicht um eine Komödie, aber die "Schwere" dieser Handlungsstränge wird doch immer wieder gebrochen und ins Absurd-Komische geleitet. Sicherlich gibt es "typische" Einflüsse von Berliner Schule, aber Tykwer geht darüber hinaus.

    Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, wie ich ihn fand. Es ist kein Meisterwerk, er hat viele Schwachstellen. Aber ich fand die Mischung aus tendenziell realistischem Spiel (Sophie Rois hat mich allerdings genervt) und formal kontrollierter Inszenierung irgendwie anziehend. Der Film ist sehr artifiziell und weiß das auch. Es ist eine Versuchsanordnung, kein Alltagsdrama, obwohl er sich stellenweise so gibt.

    "Pseudo-intellektuell" kann sogar sein. Ich dachte das zwischenzeitlich auch immer mal wieder. Aber irgendwie... er lässt mich nicht ganz los.

    @Bob: Ich finde, dass sich manche der frühen Filme definitiv lohnen. Vor allem Die tödliche Maria und Winterschläfer habe ich in sehr guter Erinnerung - die aber dringend aufgefrischt werden müsste.

  7. #7
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    AW: Drei

    Winterschläfer kann ich auch nur bestätigen, und natürlich The International. Wobei Dir letzterer vllt. zu glatt und zu routiniert produziert sein könnte. Wurde hier ja auch schon mehrfach erwähnt und empfohlen.
    The bad news is, we did an X-ray, and your body is full of a spooky skeleton man.

    Last watched movies [letzte Änderung: 04. November 2017]

  8. #8
    laertes
    Gast

    AW: Drei

    @daniel:
    ach, berliner schule nennt man das, wenn alle rumlaufen, als stünden sie kurz davor, sich 'nen strick zu nehmen. wieder was gelernt. bah, ich glaube, ich zieh' hier weg. sophie rois ist jedenfalls definitiv die königin des kalten, in der tat "formal kontrollierten" schauspielens. während sich vergleichbare darstellerinnen wie isabelle huppert und corinna harfouch oft noch kurz vor der grenze zum unerträglichen bewegen, überschreitet rois sie permanent. schrecklich. und die männlichen hauptrollen gingen mir auch tierisch auf den zeiger, selbst wenn ich devid striesow von zeit zu zeit ganz gern sehe. außenwahrnehmung deutsche aus ausländischer publikumsperspektive: alle selbstmordgefährdet, trotz ironischer durchbrechungen. ich glaube, wir brauchen mal wieder einen krieg, damit keine zeit mehr ist, sich mit solchen gedanken und 'problemen' zu beschäftigen, wie sie die hauptfiguren die ganze zeit mit sich herumtragen, unglückseligen atlassen gleich (oder heisst es atlanten?).

  9. #9
    Regisseur Moderator Avatar von Daniel
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    AW: Drei

    Ach, lieber laertes... ich bin gerade sehr traurig. Traurig, dass ich nach einem so herrlich polemischen Beitrag wie diesem mich nicht einfach in den nächsten Zug nach Berlin setzen, dich von deiner Wohnung abholen und mich mit dir in die nächste Kneipe setzen kann, um bei dem ein oder anderen Glas Bier zu viel über Filme, die nervige Berliner Schule, Gott, Kriege und die Welt zu schwadronieren. Geht natürlich schon, nur an der Zeit mangelt es im Moment.

    Ich unterschreibe deinen Beitrag natürlich mit goldenem Glitterstift. Ich sehe das ziemlich genau so. Mich nervt dieses Kalte und Depressive auch. Der deutsche Film hat da ein großes Problem, was glaube ich auch vielen Filmemachern bewusst ist. Keine Genretradition, kein revitalisierender Eskapismus, kein Mut zum positiven Pathos, niemand, der sich emotional zumindest mal völlig verausgabt wie Fassbinder und eine verstörende Großtat wie In einem Jahr mit 13 Monden dreht. Dominik Graf hatte vor kurzem in einem Artikel in der ZEIT gegen diese routinierten thematischen Griffe in die "Akademiekiste" angeschrieben: "[...] Aushöhlung durch thematische Überstrapazierung. Das Bildungsbürgerliche, das thematisch Beflissene am Output des deutschen Films wird langsam penetrant."

    Ist natürlich auch ein fragwürdiges Privileg dieses Landes, dass es uns so gut geht, dass man eine ganze Filmkultur auf privaten Problemchen und Neurosen aufbauen kann. Auf mich wirken viele der Filme auch häufig wie bessere (oder schlechtere?) Dawson's-Creek-Episoden mit erwachsenen Protagonisten. Trotzdem finde ich, dass Tykwer mit diesem Film zumindest einen winzigen Schritt in die richtige Richtung geht.



    Die Szenen werden oft nicht ausgespielt und reißen einfach ob, so dass ich mich häufig gefragt habe: Was will der Tykwer mir hier eigentlich erzählen? Interessiert den seine eigene Story überhaupt oder spielt der nur herum mit einer billigen Idee? Dann ist der Film symbolisch auch viel zu hoch aufgeladen - diese Körperwelten-Sache, die Parallelmontage in der ersten Hälfte, die Zwillings-Schwangerschaft, der mit völlig banalen Motiven durchsetzte Traum von Sebastian Schipper, der ganze Kontext der künstlichen Befruchtung, die allerletzte Einstellung und überhaupt die ganze Art und Weise, wie die drei zueinander finden. Das fand ich doch irgendwo auch erfrischend hanebüchen und so sympathisch übers-Ziel-hinaus, dass ich dem Film irgendwie nicht böse sein kann. Ich weiß nicht, ob das alles beabsichtigt war. Aber ich habe da dann doch ein gewisses Erzähl- und Inszenierungs-Pathos gefunden, dass andere, thematisch vielleicht ähnlich gelagerte Film nicht haben. Das mochte ich. Trotz vieler Unzulänglichkeiten.
    Geändert von Daniel (18.05.2012 um 02:56 Uhr)

  10. #10
    Regisseur Avatar von Julia
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    AW: Drei

    Zitat Zitat von Bob Beitrag anzeigen
    lohnt sich von dem kerl überhaupt was außer der Lola? also keine rhetorische frage, kenne sonst nix.
    "Der Krieger und die Kaiserin" und "Heaven" fand ich sehr gelungen, kann ich die wärmstens empfehlen.

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