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Thema: The Town

  1. #1
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    The Town



    Nach Gone Baby Gone wagt sich Ben Affleck (Dogma) an seine zweite Kinofilmarbeit als Regisseur. Auch vor der Kamera ist er zu sehen, neben ihm spielen Jeremy Renner (The Hurt Locker), Rebecca Hall (The Prestige), Jon Hamm (’Mad Men’), Blake Lively (Accepted), Pete Postlethwaite (Brassed Off), Chris Cooper (American Beauty) sowie Brian Scannell (Gone Baby Gone). Das Drehbuch schrieb Affleck zusammen mit Peter Craig und Aaron Stockard (Gone Baby Gone) nach der Romanvorlage Prince of Thieves von Chuck Hogan (The Strain). Kinostart in D ist am 23.9.2010.

    The film follows the action of four Charlestown, Massachusetts bank robbers as they are pursued by law enforcement. Affleck plays a professional thief who falls for a bank manager (Rebecca Hall) after a dangerous heist. He struggles with this newfound relationship whilst evading a tenacious FBI agent (Jon Hamm) looking to catch him and his crew before they rob another bank.
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  2. #2
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    AW: The Town

    Gestern gesehen und für sehr gut befunden. 7/10

    Affleck ist zwar nicht der Begnadetsten Einer was die Schauspielerein angeht, als Regisseur hat ers aber unzweifelhaft drauf, siehe GONE BABY GONE und jetzt eben THE TOWN. HIer ist sogar sein Schauspiel ganz in Ordnung weil authentisch.

    Überhaupt wirkt THE TOWN als sehr sehr authentische Milieustudie, quasi eine BOSTON-SHITHOLES-STADTRUNDFAHRT mit genau gezeichneten Figuren und Umfeld. Sehr viel Lokalkolorit. Sehr schön fand ich ein Wiedersehen mit meinem Liebling Titus Welliver, den ich seit DEADWOOD zu schätzen weiß und der mir durch seine Anwesenheit manch Film (Gone Baby Gone) und Serie (LOST, LIFE oder jetzt grade THE GOOD WIFE) veredelt.

    Jon Hamm kommt auch sehr gut rüber, ebenso das frische unverbrauchte Gesicht der weiblichen Hauptdarstellerin. Lediglich Jeremy Renner, wahrscheins weil ich seine Figur so gehasst hab, hat mir nicht so gut gefallen.

    Ein wirklich guter Film, der das Kunststück beherrscht tiefgründiger Milieufilm einerseits und spannender knallharter Action-Thriller anderseits mit "HEAT"-Qualität zu sein.

    Fügt sich nahtlos an, wenn man so will in eine Art "Depri-Boston-Trilogie" mit MYSTIC RIVER, GONE BABY GONE und jetzt eben THE TOWN.

  3. #3
    Regisseur Avatar von CallMeDude
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    AW: The Town

    Vielleicht nicht ganz in der selben Liga wie Heat, aber dennoch ein sehenswerter und unterhaltsamer Bankräuberfilm für mich. Die komplette Besetzung konnte mich überzeugen und auch die Geschichte & Actionszenen wurden gut rübergebracht. Klare Kinoempfehlung von mir.
    Out of order for a long time ago.

  4. #4
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: The Town

    Würde der hier nur laufen

  5. #5
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    Regisseur Avatar von Bob
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    AW: The Town

    da hat sich Ben Affleck wohl an einem remake von Heat versucht. urks. das hat den action-sequenzen sicherlich gut getan, gerade der letzte raubzug fetzt. der ganze drama-anteil war aber für mein empfinden eine ziemliche nullnummer, stellenweise sogar etwas peinlich, wenn man sich vor augen hält, dass sich Affleck selbst inszeniert. lustig, dass es schon der zweite film mit Renner in folge ist, der gandenlos überbewertet wurde (7.9 bei 20.000+ votes ! ).
    allerdings war es schön, mal wieder einen film zu sehen, der sich anfühlt wie eine US 90er produktion. und an Don Draper hatte ich auch meinen spaß.
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  6. #6
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    AW: The Town

    Weiß nicht genau weshalb, aber der Film schafft es, dass die Grenzen zwischen dem klassischen Gut und Böse stark verwischen. Auch wenn es rein faktisch ganz offensichtlich Unrecht ist was die vierköpfige Bande aus Charlestown abzieht. Ohne dass sie mit großen Heldentaten auf der anderen Seite aufwarten, ist man, jedenfalls meine Wenigkeit, durchaus auf ihrer Seite, zudem wird der leitende FBI-Agent auch stark als Unsympath wahrgenommen. Dies alles ist nichts grundlegend neues, es gab und gibt, besonders in der jüngeren Vergangenheit, viele Anti-Helden und Umkehrungen des klassischen Bösen, bzw. Graumachung des Schwarzen, eine Art massenumfassendes, filmisches Stockholm-Syndrom. Doch selten wurde dies mit scheinbar so wenig erreicht bzw. ohne großes offenkundiges Zutun seitens der Macher. Oder das ist alles Unsinn und diese Sichtweise trifft nur mich. Anyway.

    Zu den Schauspielern: Affleck mochte ich schon immer, auch wenn ich damit, zumindest innerhalb Unseresgleichen, in der Minderheit sein mag, mir hat er nichts getan und er hat sich schon früh meine Sympathie geangelt und so empfinde ich auch seine Leistungen vor der Kamera bislang immer als überzeugend oder zumindest ausreichend. Auch Renner gefällt mir hier sehr gut, ich nehme ihm die Figur sofort und uneingeschränkt ab. Die Hall gefällt gut und erinnert schnell an eine Schwester der Johansson (was auch Woody Allen schon erkannt hat), nur eben sehr viel anziehender. Bei der Lively ist am Auffälligsten, dass ich beim aktuellen Nachschauen doch etwas erstaunt ob ihres relativ jungen Alters war, insofern finde ich es noch bemerkenswerter, wie sie ihre Figur darstellt. Welliver habe ich wieder nicht erkannt (war der nicht größer?), Hamm spielt ebenfalls ordentlich und besonders erwähnenswert gerade jetzt Postlethwaite zu sehen, der hier noch dünner wirkt als eh schon, was wohl mit Sicherheit seiner Krankheit zuzuschreiben ist, die ihn uns vor kurzem genommen hat. Finde übrigens, er könnte locker als Vater von Jackie Earle Haley durchgehen. Apropos Vater, Afflecks Filmvater, Chris Cooper, der leider insgesamt zu kurz mit von der Partie ist, wartet dafür mit einer recht bemerkenswerten Szene auf; die als er vorgeführt wird, zum Gespräch im Gefängnis. Dieser kurze Moment als er erstmals zu sehen ist, in der Kleidung, mit der zu großen Brille und den teils grauen, suboptimal gepflegten Haaren und seiner Haltung, erinnert das doch sehr an echte Szenerien dieser Art, die man aus den inflationär scheinenden Dokus über echte Mörder und Kapitalverbrecher diverser Privatsender kennt. Großes Kompliment an Maske/Kostümbildner und an ihn selbst natürlich auch.

    Weniger positiv fand’ ich lediglich das Ende, und dass die Figuren und ihre Umstände teilweise zu oberflächlich gezeichnet sind und nicht noch mehr auf das Leben in dem scheinbar so kriminellen auf jeden Fall aber traditionsreichen Bostoner Vorort eingegangen wird. Hier wird dem Zuschauer einiges an Spielraum gelassen bzw. eine gewisse Vorgeprägtheit aus anderen Filmen um die Stadt mit der bekanntesten Tee-Feier aller Zeiten vorausgesetzt. Sicher hätte man hier noch mehr Milieu-Studie rausholen können, wenngleich dann eine weitaus größere Laufzeit notwendig gewesen wäre. Auch fand' ich es seltsam, dass das FBI die Verdächtigen mehrerer so großer Kapitalverbrechen nicht zumindest observieren darf, oder selbst wenn sie nicht dürften, es zumindest dennoch tun. Nichtsdestotrotz ein sehr gut inszenierter Film (insbesondere in den Action-Szenen), der sich mit der Geschichte einer Stadt bzw. eines Vororts beschäftigt der nicht unbedingt auf Seite 1 eines Reiseführers zu finden ist und sehr ansprechend unterhält. 8/10
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  7. #7
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: The Town

    Welche Variante hast du denn gesehen? Hab mir die Tage den 155 Minütigen Extended Cut angeschaut und kann mir kaum vorstellen, dass der Film mit seiner 20 Minuten kürzeren Fassung so gut funktioniert ....

  8. #8
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    AW: The Town

    Argh, da gibt's auch wieder mehrere Versionen!? So ein Scheiß. Hab' nicht genau auf die Laufzeit geachtet aber 155 Minuten waren es bestimmt nicht, also offensichtlich die kürzere Variante. Muss halt das nehmen, was einem vorgesetzt wird, noch dazu wenn man nicht weiß, dass es mehr gibt. Jedenfalls hat er mir dennoch sehr gut gefallen, in längerer Form vielleicht besser, kommt drauf an. Shieeeet.
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  9. #9
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    AW: The Town

    Im Nachhinein bin ich froh den Film im Kino verpasst zu haben, musste Ben Affleck seinen Film für das Kinorelease ziemlich zerstückeln und so kommt man jetzt erst beim DVD und Blu-Ray-Release in den Genuss seiner 26 Minuten längeren Version. Gerade auch weil versucht wurde den Charakteren ein bischen mehr Tiefgang in diesem Genre zu verleihen und deren Verhalten und Entwicklung äußerst glaubhaft darzustellen, kann ich kaum glauben, dass mir der Film in der kurzen Fassung ähnlich gut gefallen hätte. Die Bankräubergeschichte weiß wie schon erwähnt dank der guten Charaktere zu überzeugen, die Darstellerriege ist hervorragend besetzt (sogar Affleck selbst gefällt endlich mal wieder, Blake Liveley überrascht mit einer sehr reifen und erwachsenen Darbietung ihres Charakters und Rebecca Hall beweit erneut dass sie wohl zu den besten weiblichen Darstellerrinnen ihrer Generation zählt) und auch inszenatorisch ist das Ganze einwandfrei von Affleck selbst in Szene gesetzt. Zwar schimmert hier und da stark das Vorbild Heat durch, aber das stört dem Filmgenuss zu keiner Sekunde. Endlich mal wieder ein Actionthriller, der sich auch Zeit für seine Figuren nimmt und den Zuschauer nicht nur von der ersten bis zur letzten Minute mit (zugegeben hervorragend inszenierter) Action bombadiert. Mal schauen ob Affleck nach den ersten beiden Filmen sein Niveau als Regisseur halten kann; bin jedenfalls bislang schwer beeindruckt.

  10. #10
    Regisseur
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    AW: The Town

    Neulich in der Videothek. Großartig:

    "Ham Sie "Se Daun" schon?" - "Wos wuist?"

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