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Thema: Greenberg

  1. #1
    Admin Avatar von Matt
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    Greenberg



    Florence Marr is the Greenberg family’s personal assistant. Her day is filled with fulfilling other people’s wishes. Florence’s own modest existence is in marked contrast to the busy lives led by the Greenbergs in their elegant villa in Hollywood Hills. Florence lives in a tiny studio apartment and, from time to time, performs as a hopeful singer at open mike evenings. When her boss Phillip Greenberg and his family go away on a long trip abroad Florence finds herself with time on her hands. As usual she keeps an eye on the Greenberg’s house, takes care of their dog, Mahler … and now also Phillip Greenberg’s brother, Roger, who has been asked to house-sit. Roger is fortyish, intelligent, witty and sharp-tongued – and, like Florence, a bit of a sad character. He has been working in New York as a carpenter after his dreams of a career in music in Los Angeles came to nought. Now he professes to do ‘nothing at all’. A meeting with a former band member Ivan and his ex-girlfriend Beth is a depressing experience: both of their lives have moved on while Roger’s life appears to have stood still. Old friends, he surmises, aren’t necessarily the best. Roger finds himself stranded in Hollywood Hills. Unable to drive, he is dependent on Florence to chauffeur him around. The young woman finds his vulnerability attractive and, before long, something that began as a favour to her employer turns into a charmingly eccentric and surprising attachment between two unattached people.

    Das Leben, ein Irrtum

    Roger Greenberg (Ben Stiller) ist ein Mensch, den man durchaus als exzentrische Person bezeichnen würde, mit Verhaltensweisenheiten die unüblich erscheinen und nicht konform gehen mit der sogenannten gesellschaftlichen Norm. Womöglich ist diese Exzentrik für Roger sogar eine Art Lebenseinstellung, oder doch nur ein Zeichen seiner pathogenen Störungen. Leichter zu erkennen ist dabei, wie schwer es ihm fällt sich abzugrenzen und seine Gefühle in einer Form zu äußern ohne gleich seine Mitmenschen zu verletzen. (Hurt people hurt people) Noch bevor wir Greenberg zum ersten Mal sehen, verwundert es daher nicht zu erfahren, dass dieser nach einem Nervenzusammenbruch einen längeren Klinikaufenthalt hinter sich gebracht hat.

    Sehr beeindruckt war ich von der schauspielerischen Leistung Ben Stillers. Er verleiht dieser komplexen Figur eine Glaubwürdigkeit und Vielseitigkeit und lässt dadurch zum ersten Mal nicht nur den bekannten Komiker sichtbar werden. Wie nahe sich Tragik und Komik stehen ist bekannt, aber gerade diese Ambivalenz zeichnen seine Darstellung und die Qualität des Films für mich aus. In einer Sekunde wirkt er zufrieden, durchaus von sich selbst überzeugt und gleich darauf wird seine Unsicherheit gegenüber seinen eigenen Gefühlen, und denen seiner Nächsten deutlich. Diese Zerrissenheit und die daraus resultierenden unkontrollierten Gefühlsausbrüche sind irre komisch und tief traurig zugleich.

    Noch zu erwähnen sind selbstverständlich die ausgezeichneten Nebendarsteller wie Greta Gerwig, Rhys Ifans und Jennifer Jason Leigh und last but not least das Drehbuch von Noah Baumbach. Dialogzeilen die mir so gut gefallen haben, sodass ich sie mir bestimmt noch öfter anhören oder durchlesen werde.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  2. #2
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Re: Greenberg

    Mit Greenberg hat Noah Baumbach, dessen The Squid and the Whale mich umgehauen hat, leider ziemlich daneben gelangt. Es kommt dem Zuschauer so vor als hätte er während des Drehbuchschreibens eine Checkliste neben sich liegen gehabt, was denn in einem Independentfilm nicht fehlen dürfe und diese dann Punkt für Punkt abgehakt. Damit bedient der Film nahezu alle Klischees und lässt jegliche Substanz vermissen. Zudem versteht es Baumbach nicht seinen interessanteren Charakter in die Hauptrolle zu rücken. So ist die titelgebende Figur absolut uninteressant und aus der schon genannten Klischeecheckliste entnommen, während der wirklich interessante, neue und eigene Charakter leider ein einer Nebenrolle verramscht wird. An Ben Stiller liegt es selbst jedenfalls nicht, der spielt sich hier die Seele aus dem Leib, bleibt aber dennoch absolut fehlbesetzt und unglaubwürdig in seiner Rolle. Das eigentliche Highlight ist die mir bislang absolut unbekannte Greta Gerwig, die den ohnehin schon wundervollen Charakter der Florence noch durch ihr umwerfendes Spiel verstärkt. Sie ist der Scene Stealer in nahezu jedem Moment, sie alleine trägt den Film und sie alleine sorgt dafür, dass er es bei mir gerade noch in Mittelmaß gelandet ist (und damit hab ich ihn von allen noch mit Abstand am Besten empfunden). Schwer enttäuschend.

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  1. 13.02.2011, 19:48
  2. 02.12.2010, 16:51

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