Tasogare Seibei



Regie: Yôji Yamada, Autoren: Yôji Yamada, Shûhei Fujisawa
Darsteller: Hiroyuki Sanada, Rie Miyazawa, Ren Ôsugi, Mitsuru Fukikoshi

Seibei Iguchi, a low-ranking samurai, leads a life without glory as a bureaucrat in the mid-XIX century Japan. A widower, he has charge of two daughters (whom he adores) and a senile mother; he must therefore work in the fields and accept piecework to make ends meet. New prospects seem to open up when Tomoe, his long-time love, divorces a brutal husband. However, even as the Japanese feudal system is unraveling, Seibei remains bound by the code of honour of the samurai and by his own sense of social precedences. The consequences are cruel.
So, nachdem ich den so lange vor mir hergeschoben habe, war es heute endlich so weit. Der schlussendliche Auslöser natürlich ganz klar Dogen.. ehm... ich meine Hiroyuki Sanada. Habe ihn zuvor ja schon oft gesehen und was er so abliefert gefällt mir immer besser. Wenn gewisse Autoren jetzt nicht eine gewisse Serienrolle mit ihm verbocken, wird der bald ganz sicher in meinem Buch der coolen Leute stehen.

Ich hatte The Hidden Blade ja schon gesehen, welcher in der losen Trilogie eigentlich nach Twilight Samurai dran ist, da die Filme aber inhaltlich nicht aufeinander aufbauen war das kein Problem. The Hidden Blade hatte mir schon sehr gut gefallen, aber Twilight Samurai ist noch eine Ecke besser.

Wie auch The Hidden Blade setzt dieser Film mehr Wert auf eine akkurate wiedergabe der Zeit und ruhige Erzählung der Geschichte, wie auf ausufernde Schwertkämpfe und große Action. Im Gegensatz zu vielen modernen Filmen dieser Art ist er auch viel ruhiger, zurückhaltender und lässt seinen Charakteren mehr Raum. Die erzählte Geschichte ist zwar alles andere als bahnbrechend oder originell, aber wie man sie erzhält ist einfach schön. Dazu gibt es einen angenehmen Score, schöne Aufnahmen und einen Auftritt von Ren Ôsugi.

Wer also mal wieder Lust auf einen guten Film hat, der ohne viel Tam-Tam auskommt und einen wunderschönen Blick auf das feudale Japan im Umbruch werfen möchte, der macht hier sicher nichts falsch. Ich würde auch ein paar Punkte mehr als Keyzer geben.

Erstaunt bin ich darüber, dass sowas für einen Oscar nominiert wird. Normal hat die Academy doch garnicht so einen guten Geschmack?! Weiter so.

Trailer