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Thema: OSS 117

  1. #1
    Bob
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    OSS 117



    http://de.wikipedia.org/wiki/OSS_117

    gerade mal ein wenig schlau gemacht, weil ich die beiden (jüngsten) filme mal am wochenende sehen wollte, aufgrund diverser ftb-einträge. auch im netz überwiegend positive stimmen aufgeschnappt, die meistens einen spoof auf James Bond in den filmen sehen. nachdem ich mir jetzt ein paar sachen durchgelesen habe, sieht das aber etwas anders aus:
    Jean Bruce hat den ersten OSS 177 roman 1949 geschrieben, drei jahre vor dem ersten Bond roman. auch die erste verfilmung von OSS kam 6 jahre früher als Dr. No ins kino.

    jetzt bin ich am überlegen, ob ich nicht erstmal die alte reihe sehen sollte, bevor ich mir die zwei neuen gebe...?
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  2. #2
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Re: OSS 117 Franchise

    Hmm... also ich kenne die Alten nicht, aber die sind wie gesagt sehr ernst gehalten ... während die Neuen an sich das Genre parodieren. Man hat mir aber gesagt, dass man die Alten vorher nicht unbedingt schauen muss, da sie zum Einen nicht sonderlich gut sind und die Neuen eigentlich kaum einen Bezug zu den alten Filmen haben sollen, sondern eher ein Bond-, als ein OSS117-Spoof sein soll.

  3. #3
    Bob
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    Re: OSS 117 Franchise

    okay. dann werde ich es wohl so handhaben, dass ich bei viel zeit, lust und laune mal einen blick in den allerersten reinwerfe, ansonsten und eher wahrscheinlich gleich bei dem 2006er einsteige.

    danke für die info!
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  4. #4
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Re: OSS 117 Franchise

    Aber um mal was zu den Filmen beizutragen:

    Cario; Nest of Spies:
    Vergesst Bond, hier kommt OSS 117! Ich wollte mir den Film eigentlich gar nicht anschauen, aber der Mundpropaganda sei Dank habe ich dann doch The Lookout sausen lassen! Was habe ich gelacht, denn hier bekommt der Zuschauer eine aberwitzige Bondparodie geboten, bei der er aus dem Lachen gar nicht mehr heraus kommt. Dabei wechseln sich Brachialhumor und intelligente Gags (die Dialoge; köstlichst) ab und ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Herrlich auch die liebevolle Ausstattung, welche an die ersten Bonds erinnert. Viel besser ist nur noch der charismatische Hauptdarsteller und Sean Connery Kopie Jean Dujardin, der hier mit einem unglaublichen Charme in jedes Fettnäpfchen tritt und dabei zufällig auch noch den Fall lösen kann. Ich bin begeistert und habe schon lange nicht mehr so im Kino gelacht. Die DVD ist schon so gut wie gekauft und dann dürfte auch eine Aufwertung fällig sein.

    Lost in Rio:
    Der Film konnte bei meinen riesigen Erwartungen nur verlieren, hat es aber dennoch geschafft sie erfüllen zu können. Wie schon im Vorgänger spaziert Geheimagent Hubert Bonisseur de la Bath mit seiner unvergleichlichen Mischung aus Charme und Arroganz von einem Fettnäpfchen in des Nächste. Dabei darf er herrlich politisch unkorrekte Phrasen von sich geben und hat auch bei den Anspielungen auf den wohl bekanntesten Geheimagenten der Welt viele Lacher zu bieten. Dass das Ganze so ausgezeichnet funktioniert liegt einmal mehr an dem hervorragenden Jean Dujardin, der sich erneut als Besetzbesetzung für den titelgebenden Helden erweist und der herrlich altmodischen Ausstattung, bei der man sich in die Zeit der alten Bonds zurückversetzt fühlt. Ein herrlich abgefahrener Spaß, der jedem gefallen durfte der schon den ersten Teil mochte und wohl auch nur in der Originalsprache zu geniesen ist. Ich bin schon jetzt heiß auf Teil 3!


    Und wie gesagt: Das Ganze funktioniert in einer deutschen Synchronisation leider in keinster Weise ... Jean Dujardin trifft mit seiner Betonung wirklich jedes mal die perfekte Note ... aber seht selbst!

  5. #5
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    Re: OSS 117 Franchise

    Nachdem ich OSS 117: Cairo, Nest of Spies gesehen habe kann ich mich eigentlich nur auf eine hoffentlich baldige Veröffentlichung von "Lost in Rio" freuen.
    Jedenfalls habe ich seit langem nicht mehr so gelacht, so wahnwitzig ist der Film. Jean Dujardin ist einfach perfekt, so selbstverliebt und überheblich (und von keinerlei Vorwissen belastet) ist seine Darstellung (allein die Lache!) dass es eine reine Freude ist.
    Zudem die liebevolle, altmodische Gestalltung des Films (incl. der schlechten Rückprojektionen beim Autofahren) und natürlich zwei sexy Hauptdarstellerinnen.
    Ich fand im übrigen die dt. Synchro durchweg gut, zwar hat man aufgrund des hohen Erkennungswertes von Oliver Kalkofes Stimme manchmal das nicht ganz zu dem atlethischen OSS117 passende Bild des korpulenten Kalkofes vor Augen, ader nichts desto trotz hat er seine Sache gur gemacht. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit meinen minimalen Französischkenntnissen auch mit UT dem Film wohl nur schlecht hätte folgen können.

  6. #6
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    Re: OSS 117 Franchise

    Du hast den Film in der Synchro gesehen und findest die Lache von Dujardin so lustig? Ist das nicht irgendwie ein Gegensatz an sich?

  7. #7
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    Re: OSS 117 Franchise

    Zitat Zitat von KeyzerSoze
    Du hast den Film in der Synchro gesehen und findest die Lache von Dujardin so lustig? Ist das nicht irgendwie ein Gegensatz an sich?
    Nein, denn die habe ich mir auch im Original angehört. Lachen verstehe ich auch auf französisch :wink: .

  8. #8
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    Re: OSS 117 Franchise

    Zu OSS 117: Le Caire nid d'espions aka OSS 117 - Der Spion, der sich liebte:

    Ein wirklich sehr unterhaltsamer Film, der wunderbar den Flair der Spionagefilme der 50er/60er imitiert bzw. parodiert. Jean Dujardin mit seiner grandiosen Mimik spielt den selbstverliebten Agenten par excellence. Wie er da so gewandt durch die Gassen von Kairo huscht, das trieb mir vor Lachen die Tränen in die Augen. Abgerundet wird das Ganze durch zwei liebreizende Damen und einiger amüsanter Nebencharaktere. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil.
    Out of order for a long time ago.

  9. #9
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    AW: Re: OSS 117 Franchise

    Zu OSS 117: Le Caire, nid d'espions aka. OSS 117 - Der Spion, der sich liebte:

    Mon Dieu ! Herrliche Agentenfilmparodie aus Frankreich. Herzstück hier natürlich die Hauptfigur, die einerseits für den Agentenjob gar nicht ungeeigneter sein kann, jedenfalls als bei der Ausbildung diplomatisches Geschick oder kriminalistische Kombinationsgabe auf dem Lehrplan standen, muss er gefehlt haben. Höhepunkt seiner Fettnäpfchentreterei sicherlich, als er den Muezzin während dessen Morgengebet angreift, weil dessen “Lärm“ unseren Agenten doch tatsächlich beim Schlafen störte.

    Andererseits ist er doch auch etwas anpassungsfähig und kann das Publikum mit einer herrlichen musikalischen Darbietung in der Landessprache begeistern, fraglos meine Lieblingsszene des Filmes. Daneben hat der Film viele spaßige Szenen zu bieten, wie zB das oft bemühte eindringliche Lachen unseres Helden, oder der strebsame Informant, der nicht merkt, wenn seine Dienste nicht mehr gebraucht werden, oder die Szene mit der Nazi-Fahne und vieles mehr.

    Großes Kompliment an die Macher, allein wegen der Inszenierung und dem Setting. Und auch wegen dem passend besetzten Hauptdarsteller, der dem jungen Sean Connery zum Verwechseln ähnlich sieht. Genau so muss eine filmische Agentenparodie aussehen. Darauf einen Dujardin.

    Bisschen gewöhnungsbedürftig ist die Wahl der dt. Synchronstimme Oliver Kalkofe. So sehr ich ihn auch mag, aber bei der Stimme musste ich halt dauernd an ihn denken und optisch sehen sich die Beiden nun mal gar nicht ähnlich. Abgesehen davon hat er allerdings seine Sache ordentlich gemacht, soweit ich das beurteilen kann.

    8/10
    The bad news is, we did an X-ray, and your body is full of a spooky skeleton man.

    Last watched movies [letzte Änderung: 21. September 2017]

  10. #10
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    Aw: Oss 117

    Zitat Zitat von Wolfe Beitrag anzeigen
    Ja, bei der siebten Sichtung ist es mir tatsächlich gelungen über die ersten 19 Minuten hinwegzukommen ohne einzuschlafen und den Film am Stück zu sehen.

    Sorry, VJ-Thorsten. Kannst von Glück sagen, daß der Film länger als besagte erste 19 Minuten hat, sonst hätte er von mir ne glatte 0/10 bekommen.

    OSS 117
    Was hab ich diese ersten 19 Minuten gehaßt! Nicht nur weil ich binnen dieser sechs Male eingeschlafen bin, sondern weil ich diese ersten 19 Minuten schlicht unterirdisch fand. Diese penetrant peinliche, dümmliche aufgesetzte Grinse von dem Hauptdarsteller dazu die ebensolche dämliche Lache, dann diese "Fremdschäm"-Erinnerungsrückblenden von ihm mit diesen tumben, dümmlich-peinlichen Ballspielen mit seinem Freund Jack am Strand...ehrlich gesagt, allein aufgrund dieser beiden Sachen hab ich sowohl den Hauptdarsteller als auch den Film schlicht g e h a ß t !

    Bin ja ein Riesenfreund von Parodien und Verarschen, aber diese ersten 19 Minuten kamen noch schlimmer daher wie diese unsäglichen Austin Powers Machwerke. Wobei bei letzteren zumindest der Bond-Aspekt (bzw. der seines Kätzchenstreichelnen Gegners Blofeld) erkennbar war, bei 0SS 117 war zu keiner Zeit während des ganzen Filmes irgendeine konkrete Bond-Anspielung erkennbar.

    Aber gut, genug der harschen Worte, es wurde zum Glück besser, viel besser. Gefallen hat mir der Wortwitz von OSS 117, wie z.B. wenn er immer wieder unwissend nachfrägt a lá "musli-WAS" oder "IslamisWAS"? Herrlich wie er den Elefanten im internationalen dipolomatischen Porzellanladen mimt, etwa bei der Audienz beim Wasserpfeiferauchen mit dem ägyptischen Regierungschef oder wie er mitten in der Nacht weil er vom Muaezin-Rufer-"Geschrei" aufwachte, diesen von der Kanzel runterprügelt. Herrlich auch wie er zwar Null Ahnung von Irgendwas, insbesondere fremden Kulturen und Sprachen hat, dann aber plötzlich mit wechselnden Ansprechpartnern verschiedener Nationalitäten plötzlich fließend in deren Landessprache parliert. Ebenfalls klasse, wie er jedem Einheimischen der nicht bei Drei auf den Bäumen ist, als quasi Trinkgeld ein Foto des französischen Präsidenten in die Hand drückt.

    Ja, OSS 117 weiß dann letztlich doch gut zu unterhalten und den ein oder anderen Schmunzler und Lacher zu produzieren, auch wenn der Hauptdarsteller letztlich eher der Unsympath ist und wie gesagt die ersten unsäglichen 19 Minuten schwer zu überstehen sind. Die Farbgebung und das Locationsetting ist Klasse, der Film in sich mehr Nummernrevue als durchgängig durchdacht. Als Bondparodie unbrauchbar, als allgemeine Agentenfarce okay.

    6,5 / 10

    Wolfe, mir kommt das Grauen, wenn ich deinen ersten Absatz zu den ersten 19 Minuten von OSS117 lese. Da frage ich mich wie zwei Leute denselben Film kucken und mit der Wahrnehmung derart weit auseinander liegen. Hab mich nur abgelacht, als ich den zum ersten Mal gesehen habe. Außerdem verstehe ich nicht, wieso du bei OSS 117 so auf eine 'James-Bond Parodie' fixiert bist. Ok, James Bond ist natürlich der berühmteste Geheimagent der Filmgeschichte, im zeitgleichen Gebrauch von 'Film' und 'Agenten' poppt mit als Erstes 'James Bond' in den Synapsen auf. Ansonsten ist OSS 117 kaum auf den James Bond Charakter ausgelegt, sondern nimmt eher allgemein typische Elemente aufs Korn, die zum Mythos des Geheimagenten gehören. Zur Info: der erste OSS 117 - Film erschien 1956 während der erste James Bond 1962 seine Premiere feierte.
    "Sometimes, when you bring the thunder, you get lost in the storm."

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