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Thema: Carriers

  1. #1
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    Carriers

    Carriers verdient doch eigentlich ein eigenen Thread, denn der Film ist ja auf dem Fantasy Film Fest gut angekommen ! Das ist ein Seuchen-Horrorfilm u.a mit Chris Pine (Treks Captains Kirk). Der Trailer ist schon mal spannend :

    http://www.moviemaze.de/media/trailer/4 ... riers.html

  2. #2
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Re: Carriers

    Da war er nun der Eröffnungsfilm des diesjährigen Fantasy Filmfests. Muss gestehen, dass ich im Vorfeld doch sehr skeptisch war ... zum einen nicht mein Genre und zum anderen hatte ich einfach so ein Gefühl. Da sich dieses damals bei Severance schon nicht bestätigt hatte ging ich guter Dinge in den Eröffnungsfilm und wurde angenehm überrascht. Sicher ist das Ganze nicht unbedingt eröffnungsfilmwürdig und nach Black Sheep auch der Schwächste den ich bisher gesehen habe, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Eine der Stärken dieses Virenhorrorfilmes ist, dass man sofort mitten im Geschehen ist und auf jegliches Vorgeplänkel verzichtet wird. Dannach werden leider ein paar Horrorstandards zu viel abgezogen und einmal etwas arg dreist von 28 Days Later geklaut, aber irgendwie hielt sich der Film dennoch immer auf hohem Niveau. Das ist wohl am ehesten den besonderen Stellen des Filmes zu verdanken, denn die Momente in denen man sich fragt, wie man mit möglichen Infizierten innerhalb der Gruppe umgeht (und der damit verbundenen todbringenden Gefahr), sind durch die Bank gelungen und steigern die Glaubwürdigkeit der Charaktere enorm. Optisch ist das Ganze zudem gut eingefangen und darstellerisch weitestgehend solide. Definitiv ein guter Film der Genrefans unterhalten wird ... aber von einem Eröffnungsfilm erwarte ich mir dennoch etwas mehr.

  3. #3
    Regisseur Avatar von VJ-Thorsten
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    Re: Carriers

    Mist. Der Film war so aufregend und spannend wie das 0:0 von Cottbus gegen Hansa am Montagabend. Einziger Unterschied: In meinem Wohnzimmer war es wärmer als im Stadion.

    Jetzt echt. Das Teil hier ist ne richtig lahme Gurke und wurde jetzt nur wegen der Schweinegrippe platziert. Die wussten, dass das ne Mistfilm ist. Nicht umsonst lag der Streifen drei Jahre auf Eis. Dann wurde Pine zum Kirk, zum wahren Kirk und die Schweinegrippe brach aus. Plumms, bringen wir diesen lahmarschigen Film dann doch noch raus.

    Alles schon gesehen. Langweilig. Kaum Spannung. Bescheuerte wiederkehrende Handlungsweisen, die man ALLE vorhersagen kann. Kein Splatter. Kein nix.

    Reine Zeitverschwendung.

    Wenn das der Eröffnungsfilm des FFF gewesen ist......hätt ich mein Geld zurück verlangt.

    3 /10

    PS: Piper Perabo is auch nix mehr. Zweiter Mistfilm nach The Cave, in dem ich ihr beim langweilen zuschauen durfte.
    Burt, are we fuck-ups?

  4. #4
    Regisseur Avatar von CallMeDude
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    Re: Carriers

    Krass VJ, also mit hat Carriers gut gefallen. Ich mochte diese ruhige Inszenierung irgendwie. Klar, wenn's jetzt um Splatter oder große Spannungsmomente geht, dann ist man wirklich im falschen Film, aber ich konnte mit dem Look und der Atmosphäre des Films etwas anfangen. Vielleicht liegt's auch an meinem Road Movie Faible, keine Ahnung. Von den Charakteren her mochte ich ebenfalls die psychologischen Zwickmühlen, in denen sich die Figuren immer mal wieder befanden. Vor allem Chris Pine konnte mich abermals als hitzköpfiger Draufgänger überzeugen (mag sein, dass da auch ein bisschen der 'Captain Kirk'-Bonus bei mir mitgespielt hat). Also ich hab's nicht bereut mir den Film angeschaut zu haben und ich fand die andersartige, unspektakuläre Herangehensweise an so ein Thema (sei es nun Zombies, Mutanten oder Epidemien) erfrischend. Aber ich kann deinen Missmut nachvollziehen, wenn du davon ausgingst, dass im Film ordentlich gerockt wird.
    Out of order for a long time ago.

  5. #5
    Regisseur Avatar von VJ-Thorsten
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    Re: Carriers

    Na ja, also nen bisschen mehr hatte ich mir schon erhofft und war irgendwie dann doch sauer über diese Marketingscheiße, den Film quasi zur Schweinegrippe rauszubringen. Und Pine hat mir auch gefallen. War der einzige Lichtblick in dem Streifen. Aber ansonsten fand ich persönlich die Berichterstattung über die Schweinegrippe grusliger als diesen Film.

    Diese moralischen Brücken, die die Charaktere hier zu überschreiten hatten, ist doch auch ein alter Hut. Es war immer klar was hier wann passieren wird. Der Look gefiel dagegen. Gut, muss ich zugeben, aber ansonsten....der Film konnte dem Genre meiner Ansicht nach nix aber auch gar nix neues eintrichtern bzw. abgewinnen. Das hat mich nen bisschen enttäuscht. Hab ja jetzt hier keinen Zombieslasher erwartet aber doch irgendwie mehr Bedrohnung durch den Virus für unsere Protagonisten. Mehr Beklemmung durch die Aussicht auf eine mögliche Infektion. Vielleicht auch ein klein bisschen der globale Blick für das Ganze. Die Protagonisten haben mich schlichtweg nicht berührt. Blöd.
    Burt, are we fuck-ups?

  6. #6
    Regisseur Avatar von soulassassin
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    Re: Carriers

    Stimme da mit dem VJ komplett überein. Das war nix. Immer darauf gewartet das da noch irgendwas passiert, das da mal endlich ein wenig Schwung rein kommt aber das warten wird hier leider nicht belohnt. Trockene, innovationslose, vorhersehbare Standardkost ohne nennenswerte Höhepunkte. Lahm. Und der Pine macht auf der Brücke der Enterprise auch ne bessere Figur als hinterm Lenkrad eines Mercedes.
    "Ich hab drei Kinder und kein Geld! Warum hab ich nicht keine Kinder und drei Geld?!" - Homer Simpson

  7. #7
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    AW: Carriers

    Mal wieder bringt der Ausbruch einer rätselhaften Krankheit die Menschen an den Rande des Untergangs. Und so erleben wir vier Freunde bei ihrer Reise durch die U.S.A. hin zu einem vermeintlich sicheren Ort. Ihre Reise durch eine quasi postapokalyptische Welt führt sie durch scheinbar unberührte Landschaften und Siedlungen, jedoch mit der Besonderheit, dass diese nahezu menschenleer sind.

    Dabei geht hier die Gefahr für die Hauptfiguren nicht von den infizierten Menschen aus, bzw. nur indirekt, nein, die Hauptgefahrenquelle sind die wenigen Mitüberlebenden, denn durch den Wegfall sämtlicher gesetzlicher und gesellschaftlicher Regeln gilt das Gesetz des Stärkeren oder Schnelleren. Insbesondere im Kampf um die wirklich wichtigen Dinge wie Sprit, Nahrungsmittel und sauberes Wasser (was allerdings doch auch recht kurz kommt). Wobei auch die Vier selbst keine Kinder von Traurigkeit sind und sicherlich nicht als die sympathischten Figuren der Filmgeschichte in selbige eingehen (natürlich auch der besonderen Situation geschuldet). Mitmenschlichkeit, Sentimentalitäten und ein Mindestmaß dessen was uns nicht dazu verleitet gleich jeden über den Haufen zu schießen sind Fehlanzeige und ordnen sich dem Überlebenswillen in der Prioritätenliste demütig unter. Jeder ist sich selbst der Nächste. Und auch wenn das Bilden einer Gruppe von Vorteil sein kann ist diese letztlich immer nur so stark wie ihr schwächstes Mitglied, und so werden keine Gefangenen gemacht sondern oft folgenschwere und konsequente Entscheidungen getroffen.

    Auch wenn es keine uninteressante Studie menschlichen Verhaltens in einer Extremsituation ist und die Inszenierung teilweise ganz ordentlich gelungen ist (als ich jetzt im Nachhinein herausfand dass es sich um europäische Regisseure handelt machte das rückblickend Sinn), konnte mich das Ganze nicht sonderlich begeistern. Vielleicht auch weil zu wenig interessantes passiert und nur wenige Szenen wirklich ans Gemüt gehen, von der trostlosen Gesamtsituation vielleicht mal abgesehen. 5,5/10
    The bad news is, we did an X-ray, and your body is full of a spooky skeleton man.

    Last watched movies [letzte Änderung: 04. November 2017]

  8. #8
    laertes
    Gast

    AW: Carriers

    so, ihr habt mich neugierig gemacht. heute ist bei mir großer filmabend angesagt, bestehend aus leckeren häppchen (stromberg), einem schlichten, aber opulenten hauptgericht (the way back) und nun dem nachtisch (carriers). ich bin gespannt.

    p.s.:
    als absacker liegt noch tree of life auf dem stapel. aber jetzt erstmal carriers. see you l8ter.

  9. #9
    laertes
    Gast

    AW: Carriers

    das ist doch ein ordentlicher film! im gegensatz zum endzeit-zombie-kram gibt es keinen splatter, keine zombies oä und nicht mehr gewalt als nachvollziehbar nötig. der fokus liegt auf der gruppendynamik und der interaktion mit gruppenfremden - infizierten und nichtinfizierten. als insofern klassisches element einer dystopie steht insoweit die frage im vordergrund, wann und unter welchen voraussetzungen in einer gesunden gesellschaft übliche moralische regeln einem vom überlebenstrieb motivierten egoismus weichen. fraglos ist der film trotz aller geschilderten grausamkeiten blankpoliert (selbst die infiziertesten ami-schauspieler sehen immer noch aus wie fotomodels, das muss ich immer wieder feststellen); aber insbesondere wenn es um die frage geht, wie mit den eigenen - geliebten - gruppenmitgliedern umzugehen ist, wenn sie sich infiziert haben, stellt der film dies relativ kompromisslos und glaubhaft dar. alles in allem hätte der film durchaus rauer, brutaler, authentischer sein können. trotzdem fand ich ihn sehenswert.

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  1. 10.01.2011, 11:45

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