http://www.imdb.com/title/tt0065775/

http://en.wikipedia.org/wiki/Getting_Straight

grob beschrieben dreht es sich um die studenten/hippie-bewegung der 70er jahre. Elliot Gould spielt einen studenten, der aus Vietnam zurückkehrt, um an seiner ehemaligen schule lehrer zu werden. früher scheint er bei der studenten-bewegung ganz vorne mitgemischt zu haben, was ihm sein angestrebtes ziel erheblich erschwert, da er zahlreichen konfrontrationen mit alten mitstreitern ausgesetzt wird. für ihn ist der weg des protestes ein abgeschlossenes kapitel aus seinem leben, er ist reifer geworden, will das system von innen verbessern.
so wirkt die erste hälfte relativ locker, Gould lässt eine menge zynisch lustige kommentare vom stapel und in abetracht der ganzen verwirrten mitläufer der bewegung kann man das 100%ig nachvollziehen. fast schon wirkt es wie eine komödie und die bewegung scheint aus einem haufen von desillusionierten spinner und kiffern zu bestehen.
bis die gewalt des staates eintrifft. knüppel, wasserwerfer schießen brutal auf die menge ein, und man ist überrascht, wie die stimmung des films umschlägt und zunehmend ernster wird.
das ganze ist inszenatorisch sehr interessant gestaltet: die handlung geht straight voran, was die masse an zuschauern schonmal nicht abschrecken kann. trotzdem gibt es durchweg geradezu avantgardistische einstellungen und sehr bedachte perspektiven. für mich stimmt hier alles, vom handwerk bis zum inhalt, der sich mit dem finale nochmal eine krone aufsetzt.
für mich völlig unverständlich warum der film so unbekannt ist und nicht in einem zug mit filmen wie The Breakfast Club und Easy Rider genannt wird. für mich liegt er sogar noch ein stück darüber, da die differenzierung der charaktere jener zeit so grandios betrieben wird.

einer der finalen szenen: "Getting Straight" - oral, anyone?

aber bitte nicht angucken, falls man vor hat, den film noch zu gucken.