The Doors

"Love, death, travel, revolt, chaos."

USA 1991
Regie: Oliver Stone
Buch: Oliver Stone, Randall Jahnson
Cast: Val Kilmer, Meg Ryan, Kevin Dillon, Kyle MacLachlan, Frank Whaley, Michael Wincott, Michael Madsen, Kathleen Quinlan, Billy Idol, Floyd Westerman

Persönliche Meinung:

Geht es euch manchmal auch so, dass man von gewissen Musikstilen nicht viel hält, und plötzlich sieht man einen Film, und ändert just seine Meinung? Die Musik von The Doors war bisher nie ganz meine Materie, doch heute sehe ich mir den Film The Doors an, und kann nun zwischen Ohrwürmern wählen. Das selbe ist mir bei der Erstsichtung von Into the Wild auch passiert: Vedder bzw. Pearl Jam waren früher nicht mein Stil und heute erwische ich mich fast täglich, wie ich bei Society oder Guaranteed mitsinge. Filme sind manchmal schon seltsam...

... auch Oliver Stones vermeintliches Biopic ist seltsam. Seltsam auf verschiedenen Wellenlängen. Einerseits erzählt The Doors die Geschichte der gleichnamigen Band, insbesondere deren rebellischen Frontmann Jim Morrison. Zumindest könnte man davon ausgehen. Doch andererseits wird einem ein zweistündiger Drogentrip geboten, der zum Teil zwar optisch sehr sehenswert, jedoch der Storyline eher schädlich ist. Im Prinzip springt die Story von Konzert zu Konzert, von Besäufnis zu Besäufnis und vom einen Lied zum anderen. Stone hat scheinbar versucht alle großen Hits einzubauen, ohne dabei an die Handlung zu denken.

Doch das bei weitem Seltsamste ist, dass man trotzalledem unterhalten wird. Und dank eines Val Kilmers, der sich einmal mehr den Arsch aufreißt und sich die Seele aus dem Leib spielt, um einem Film den nötigen Schliff zu verleihen, kann man sich auch nicht über übertriebene Längen beklagen. Der Mann wird stark unterschätzt.

Zwar bleibt The Doors ein bunter Drogentrip, dessen Story etwas zu kurz kommt, doch ein herrlich aufspielender Val Kilmer kann den Film noch übers Mittelmaß heben.

6 von 10