Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Les animaux amoureux

  1. #1
    laertes
    Gast

    Les animaux amoureux

    "i wanna fuck you like an animal", singt trent reznor und bestärkt unsere vorstellung davon, dass es echte liebe nur unter unseresgleichen gibt. es lässt sich aber durchaus die frage stellen, ob tiere sich tatsächlich schlicht fortpflanzen oder ob sie zur liebe fähig sind.

    animals in love stellt diese frage und zeigt bilder, die den zuschauer zumindest momentlang überzeugen, dass liebe auch unter tieren möglich ist.

    hier der trailer.

  2. #2
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    Re: Animals In Love

    Zitat Zitat von laertesdd
    "... es echte liebe nur unter unseresgleichen gibt. es lässt sich aber durchaus die frage stellen, ob tiere sich tatsächlich schlicht fortpflanzen oder ob sie zur liebe fähig sind.

    animals in love stellt diese frage und zeigt bilder, die den zuschauer zumindest momentlang überzeugen, dass liebe auch unter tieren möglich ist.
    Welche wenig kluge Aussage, und die noch von einem Atheisten?
    1. Was sind wir denn, wenn nicht auch Tiere? (oder hat laertesdd mittlerweile eine Erleuchtung gehabt und ist er Christ geworden? :wink: )
    2. Es gibt monogame Tiere (z.B. Schwäne), die die ewige Liebe vorleben, was durch "Emanzipation" und "Fortschritt" angeblich bei uns Menschen unmöglich (ja gar "unnatürlich") geworden ist!
    3. Vor allem in den "modernen" Gesellschaften, wo "moderne" Begriffe für "tierisches" Benehmen der Menschen benutzt werden:
    wir nennen Egoismus "Individualismus", assoziales Verhalten "gesundes Selbstbewußtsein", Rassismus "prall der verschiedenen Kulturen", kurz gesagt wenn wir in einer Zeit leben, in der dank Erfindung von Anti-Baby-Pille und Demokratie, die Moral und die Liebe bei uns Menschen keine Rolle mehr spielen, woher nimmt man sich die Berechtigung für die Aussage, daß wir Menschen lieben können und die Tiere nicht?
    Wenn überhaupt, dann eher umgekehrt! Die Tiere können noch lieben und wir haben es "verlernt".
    www.ws-avantgarde.de "Ich glaube inzwischen, dass mein Bauch nur Scheiße im Kopf hat"

  3. #3
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    Re: Animals In Love

    Du machst die Anti-Baby-Pille und die Demokratie verantwortlich für den Werteverfall? Da erklär mir mal bitte den Kausalzusammenhang. Vielleicht haben früher (oder in verschiedenen Kulturen/Regionen der Welt heute noch) Eheleute ein Leben lang zusammengelebt. Über die Existenz der ewigen Liebe sagt das aber rein gar nichts aus.
    Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.

  4. #4
    laertes
    Gast

    Re: Animals In Love

    Zitat Zitat von Saturn
    Zitat Zitat von laertesdd
    "... es echte liebe nur unter unseresgleichen gibt. es lässt sich aber durchaus die frage stellen, ob tiere sich tatsächlich schlicht fortpflanzen oder ob sie zur liebe fähig sind.

    animals in love stellt diese frage und zeigt bilder, die den zuschauer zumindest momentlang überzeugen, dass liebe auch unter tieren möglich ist.
    Welche wenig kluge Aussage, und die noch von einem Atheisten?
    1. Was sind wir denn, wenn nicht auch Tiere? (oder hat laertesdd mittlerweile eine Erleuchtung gehabt und ist er Christ geworden? :wink: )
    2. Es gibt monogame Tiere (z.B. Schwäne), die die ewige Liebe vorleben, was durch "Emanzipation" und "Fortschritt" angeblich bei uns Menschen unmöglich (ja gar "unnatürlich") geworden ist!
    3. Vor allem in den "modernen" Gesellschaften, wo "moderne" Begriffe für "tierisches" Benehmen der Menschen benutzt wird:
    wir nennen Egoismus "Indivdualismus", assoziales Verhalten "gesundes Selbstbewußtsein", Rassismus "prall der verschiedenen Kulturen", kurz gesagt wenn wir in einer Zeit leben, in der dank Erfindung von Anti-Baby-Pille und Demokratie, die Moral und die Liebe bei uns Menschen keine Rolle mehr spielen, woher nimmt man sich die Berechtigung für die Aussage, daß wir Menschen lieben können und die Tiere nicht?
    Wenn überhaupt, dann eher umgekehrt! Die Tiere können noch lieben und wir haben es "verlernt".
    ogo! kulturkritik en gros. im einzelnen:

    1. haarspalterei. dividiert man nach domänen, muss der mensch natürlich zur domäne "tier" gezählt werden. betrachtet man aber die entwicklungsstufen von tieren, darf sich der mensch, der spätestens vor sieben millionen jahren seine kognitive nische verlassen hat, als so wesentlich unterschiedlich zum "nur-tier" begreifen, dass er sich begrifflich von den tieren absetzt. unabhängig davon war dir aber ohnehin klar, wen ich gemeint habe: alle tiere AUßER dem menschen.

    2. monogame tiere gibt es, aber welche beweiskraft hat das für die behauptung, es gebe liebe zwischen tieren? keine. monogamie heisst schlicht, dass schwäne oder tauben (oder katholiken) nicht polygam leben. mehr nicht. WIESO das so ist, ist eine andere frage, die du hier aber nicht beantwortest.

    3. du kritisierst - teilweise zu recht, wobei anti-baby-pille und demokratie vielleicht nicht die schlechtesten zivilisatorischen errungenschaften sind - aus deinen augen betrachtete gesellschaftliche missstände. aber auch hier fehlt mir wieder die beweiskraft: du behauptest einfach, dass wir aus bestimmten gründen zu lieben verlernt hätten oder unfähig dazu sein, dass die tiere dazu aber in der lage seien. das ist tatsächlich nur eine behauptung, die letztlich nur eine abwandlung meiner frage darstellt. erkenntnisgewinn ist gleich null.

  5. #5
    laertes
    Gast

    Re: Animals In Love

    p.s.:

    Zitat Zitat von David_Aames80
    Du machst die Anti-Baby-Pille und die Demokratie verantwortlich für den Werteverfall? Da erklär mir mal bitte den Kausalzusammenhang. Vielleicht haben früher (oder in verschiedenen Kulturen/Regionen der Welt heute noch) Eheleute ein Leben lang zusammengelebt. Über die Existenz der ewigen Liebe sagt das aber rein gar nichts aus.
    dito. (habe diesen post erst gelesen, nachdem ich meinen verfasst hatte.)

    dass die anti-baby-pille die stellung der frau in der gesellschaft und ihren bezug zu sich selbst ERHEBLICH verändert hat, steht ausser frage. seitdem sind frauen nicht mehr gezwungen, für sex mit kinderkriegen zu bezahlen, und natürlich folgt daraus, dass sie wechselnde sexualpartner haben. aber ist das per se verwerflich oder schädlich/schändlich? aus religiöser sicht definitiv ja, aus sicht des freiheitlich denkenden menschen definitiv nein. moralisch ist das phänomen ambivalent. meine auffassung ist jedenfalls (ich weiss, ich bin ein scheiss-softie), dass eine frau durch keinen anderen umstand an mich gekettet sein soll als durch ihre liebe zu mir. nicht durch ein kind, nicht durch einen vertrag, nicht durch mitleid, zwang, gesellschaftlichen druck. deshalb ist die anti-baby-pille genau wie andere sichere verhütungsmethoden (kondome z.b. sind ja wesentlich älter als die pille) im moralischen sinne positiv.

    was du predigst, saturn, ist nicht liebe, sondern abhängigkeit.

  6. #6
    Nebendarsteller
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    415

    Re: Animals In Love

    @David_Aames80: Also der Werteverfall ist keine Naturkatastrophe, die plötzlich über uns gekommen ist, sondern jeder von uns ist dafür verantwortlich und im Übirgen, die Werte wie Treue, Höflichkeit, Solidarität, Bewahrung der Würde, Schamgefühl... sind nicht irgendwelche verkrustete Regeln, die von irgendwelchen tyranischen Relegionsoberhäuptern bzw. Politikern aufgezwungen wurden, von denen die modernen Menschen sich befreien mussten, sondern das Ergebnis der menschlichen Evolution.
    Wenn die Sexualität mit Konsequenzen verbunden ist, dann hält man sich auch an gewissen Grenzen innerhalb einer Sexualmoral. Ohne Konsequezen halten die Menschen sich auch an keine Grenzen! Anti-Baby-Pille (= Sex ohne Schwangerschaft) erleichterte zumindest die Abschaffung der Sexualmoral.
    Nicht die Demokratie als solche ist für den Werteverfall verantwortlich, sondern die Demokratie, wie wir es auslegen: einmal in zwei Jahren sein Kreuzchen auf einem Wahlzettel machen und somit die Verantwortung füreinander ausschleisslich auf den Staat abwälzen.

    @laertesdd: zu 1. : Du hast einfach den Smiley übersehen! Ich habe dein Problem mit "Ironie" vergessen...
    zu 2. Und 3. : Um diese Fragen zu beantworten muß man vorher die "Liebe" definieren. Ich weiß gar nicht was ihr unter dem Begriff "Liebe" versteht. Wenn ihr meint, daß Liebe "das Gefühl vom Glück" bedeutet, dann ist es klar, daß es die ewige Liebe genauso wenig gibt wie das permanente Glück.
    Zitat Zitat von laertesdd
    ...das ist tatsächlich nur eine behauptung, die letztlich nur eine abwandlung meiner frage darstellt. erkenntnisgewinn ist gleich null
    Nein, erstens das ist keine Behauptung, sondern wie du schon vorher festgestellt hast, einfach eine (momentane?) Wahrnehmung meinerseits. Deine wie du schreibst "Frage" ist suggestiv und geht davon aus, daß die Menschen lieben (was du auch darunter meinst) können und die Tiere nicht. Es ging mir auch nicht um neue Erkenntnisse, sondern um meinen Zweifel an von dir indirekt behaupteter These.
    PS: habe gerade deinen nachgereichten Text gelesen:
    ...Frauen...wechselnde sexualpartner haben. aber ist das per se verwerflich oder schädlich/schändlich? aus religiöser sicht definitiv ja, aus sicht des freiheitlich denkenden menschen definitiv nein.
    Es fälllt dir nicht auf, aber du bist derjenige, der ständig Behauptungen ohne "Beweiskraft" macht. Wenn man den Begriff "Liebe" mit der Treue in Verbindung bringt, dann ist man kein freiheitlich denkender Mensch? Aus "nur" Liebe beieinander bleiben und nicht wegen dem Familienzusammenhalt (Kinder, ...)? Mir scheint es so, als ob Du keinen Unterschied zwischen Liebe und Verliebtsein machst. Zu deiner Information: Auch die Schwäne (geschweige denn die Katoliken ) haben nicht lebenslang täglich fünf Stunden Sex! Für mich hat Liebe etwas mit der Treue und Beständigkeit (sich aufeinander Verlassen können; Geborgenheit) zutun und diese beobachte ich schon bei den Tieren! Meine Wahrnehmung ist aber, daß diese "Liebe" bei den "modernen" Menschen eher Ausnahmeerscheinung ist. Aber beweisen kann ich es nicht (wie denn auch).
    was du predigst, saturn, ist nicht liebe, sondern abhängigkeit.
    Sozial sein heißt die Erkenntnis, daß wir alle voneinander abhänig sind. Diese ist den Tieren intuitiv bewußt.
    www.ws-avantgarde.de "Ich glaube inzwischen, dass mein Bauch nur Scheiße im Kopf hat"

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  1. 15.02.2011, 11:08

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