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Thema: Emmas Glück

  1. #1
    laertes
    Gast

    Emmas Glück (von Sven Taddicken, 2006)



    es gibt filme, die anzusehen ich mich beharrlich seit jahren weigere - aus selbstschutzgründen. nach meinen extrem-erfahrungen mit DANCER IN THE DARK war es mir bislang noch nicht möglich, BREAKING THE WAVES auch nur in den player zu legen. selbiges gilt für den chinesischen film XIU XIU.

    EMMAS GLÜCK würde ich in diese liste gern einfügen. bzw hätte ich dies getan, wenn man mir vorher gesagt hätte, wie wunderschön und gleichzeitig extrem heftig dieser film ist. ich meine, alles in allem ist das eigentlich ein mehr oder weniger gelungener kleiner stiller tiefer und doch oft zu klischeehafter film mit wunderbaren schauspielern (allen voran natürlich die hauptdarsteller jürgen vogel und jördis triebel), einer sich stellenweise nicht völlig ernst nehmenden, stellenweise skurrilen, immer gefühlvollen, aber nicht kitschigen oder pathetischen geschichte, der gleichwohl an manchen stellen den eindruck vermittelt, allenfalls ein besserer oder gehobener tv-film zu sein, der also alles in allem - das ist das wichtigste - schlicht sehenswert ist. eigentlich.

    wenn nicht diese vorletzte szene wäre.

    die hat mich in einen abgrund gerissen, wie ich es noch selten bei filmen erlebt habe. ich bin wirklich kurz davor, mich krankschreiben zu lassen. ich darf hier nicht spoilern, und ich will es auch gar nicht, weil die emotionale wucht dieser vorletzten szene (die natürlich auch ausgiebig vorbereitet wird) nicht im rahmen dieser kleinen anmerkung in worte zu fassen ist. soviel darf aber genannt sein, ohne zu viel zu verraten (um plottwists geht es bei EMMAS GLÜCK ja sowieso nicht): die beiden sätze

    "auf wiedersehen, mein max. danke dass du bei mir warst.",

    in ihrer knappen zärtlichkeit, in ihrer zurückgenommenen sensibilität und ihrer herzlichen dankbarkeit, haben mich so dermaßen tief berührt, sich so bei mir eingebrannt, dass ich sie wohl nicht mehr vergessen werde.

    statt einer empfehlung daher lieber eine warnung: wer filme nicht nur sieht, sondern erlebt, sollte sich für den rest des abends nichts mehr vornehmen. und für die nächsten tage auch nicht.

  2. #2
    Regisseur Avatar von Julia
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    6.474

    Re: Emmas Glück (von Sven Taddicken, 2006)

    Den Film habe ich leider noch nicht gesehen aber ich habe der Buch gelesen. Die Geschichte ist einfach so verdammt lustig aber auch verrückt. Wie sie mit ihren Schweinen umgeht und man vermutet im Buch natürlich relativ früh, was genau mit Max passiert aber man verdrengt den Gedanken, weil man es irgendwie nicht wahrhaben will!
    Ich muss bald wieder in die Videothek, der Film muss sein, schon allein wegen Jürgen Vogel!

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  1. 25.04.2011, 12:42

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