coach carter ist trotz des wie immer großartig aufspielenden samuel l jackson extrem klischeehaft und flacher als ein basketball ohne luft. ausserdem huldigt er militaristischen idealen (motto: "wenn ihr nicht tut, was ich befehle, gibt es strafen").
ich mache dieses topic auch nur aus einem grund auf: um eine persönlich erst gestern gewonnene (euch sicherlich längst klare) erkenntnis zu verlautbaren - die existenz der filmischen kategorie der "sportrom".

unter einer sportrom verstehe ich den romantischen sportfilm schlechthin. er ist immer gleich aufgebaut: eine person (oder eine gruppe) kommt nicht mit dem leben klar, alles läuft schief. dann betritt ein (in der regel neuer) trainer das parkett. er bringt die gescheiterte person erst zu disziplin und dann zu höchstleistungen im sport, die sich dann auch auf das privatleben des protagonisten auswirken. trainiert wird bevorzugt bei sonnenaufgang oder sonnenuntergang, hauptsache im gegenlicht. nebenbei werden ständig sportbezogene, aber allgemeingültige moralvorstellungen diskutiert.
coach carter ist ein paradebeispiel für diese art film.