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Thema: 2:37

  1. #1
    Regisseur
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    2:37

    Start: 19. Juli 07
    FSK: ab 16
    Genre: Drama
    Titel: 2:37 (2h37)
    Story: Um 14:37 Uhr wird in einer Toilette einer Highschool die Leiche eines Teen's gefunden, der Selbstmord begangen hast(man weiß nicht die Identität der Person). Selber Tag, nur früher begleitet der Zuschauer 6 potentielle Selbstmordkandidaten, wobei man Geheimnisse erfährt und immer mehr Motive.
    Trailer: http://www.moviemaze.de/media/trailer/3405/2-37.html

    Freu mich schon drauf, die Story ist originell und dem Trailer nach wird er ziemlich spannend und sehr schlicht, was Technik angeht.

  2. #2
    Regisseur
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    Re: 2:37

    Mit von der Partie ist Teresa Palmer bekannt aus Wolf Creek und The Grudge 2. http://imdb.com/title/tt0472582/

    In Australien ist er Rated: R, sieht wohl so aus als wird er ab 16 freigegeben werden, bei dem ganzen Blut im Trailer. :wink:

    Find ich interessant mal zu sehen, wie die Psyche eines potenziellen Selbstmörders aussieht.
    Das Zitat gefällt mir:
    People are scared of dying...I'm not...

  3. #3
    laertes
    Gast

    Re: 2:37

    hochinteressant! ich bin SEHR gespannt auf diesen vom ansatz her äußerst interessant klingenden film...

  4. #4
    Regisseur
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    Re: 2:37

    Es würde manchmal sehr helfen, wenn ein kleiner Smiley hinten dran wäre, falls du das ernst meinst. Da ich aber keinen sehe gibt es nur 3 Möglichkeiten:

    - Der Film ist dir Scheißegal und du wolltest einfach mal anderen den Tag vermiesen.
    - Du benutzt nie Smilies.
    -Du hast einfach vergessen einen einzufügen. :wink:

    Ich hoffe mal es ist nicht Punkt 1, da ich schon so oder so schlecht gelaunt bin. :/

  5. #5
    Regisseur
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    Re: 2:37

    Hartes Stück Zelluloid.
    (Nahezu) Jede Figur hat suizidales Potential, die Frage ist nur, wer geht diesen finalen Schritt. Und wieso. Darauf hin steuert der episodenhafte Erzählbogen, unterbrochen von "Interviews" mit den Charakteren, die in Schwarzweiß von ihrem Innersten erzählen.
    Läßt einen nicht so schnell wieder los, dieses Ringelreihen so jung zerstörter Leben.

  6. #6
    laertes
    Gast

    Re: 2:37

    Wie ein geheimer Blick ins Tagebuch
    Der tägliche Horror an einer ganz normalen High School. Im Spielfilm "2:37" werden aus nächster Nähe die traurigen Geschichten einiger Jugendlicher erzählt. Ein verstörendes Netz aus Problemen, das mit interessanten Mitteln gesponnen wird.

    Von Eva-Maria Senftleben

    -anfang

    Eine High School wie es sie wahrscheinlich zu tausenden gibt: Ein weitläufiger Backsteinbau mit hellen Fluren und Licht durchfluteten Räumen. Die Klassenzimmer haben große Fenster, der Schulhof ist begrünt und sauber. Hier sickert eines Nachmittags um 2:37 Uhr eine Blutlache aus der Mädchentoilette. Eine Schülerin hat sich dort vor wenigen Minuten eingeschlossen und sich aus Liebeskummer die Pulsadern aufgeschnitten.

    Da ist die zerbrechlich wirkende Melody, die aus der Telefonzelle mit ihrer Mutter telefoniert - einfach, um die Stimme eines Menschen zu hören, der sie mag. Als sie in der Schultoilette einen Schwangerschaftstest macht, der positiv ausfällt, bricht für sie die Welt zusammen. Zwar geht sie zunächst noch zum Unterricht, muss aber dann weinend das Klassenzimmer verlassen.

    Oder Marcus, Melodys Bruder, der sie vergewaltigt hat und selbst darunter leidet, dass er immer perfekte Leistungen bringen muss. Er hat regelrechte Panik vor dem vernichtenden Urteil seiner Eltern. Oder Steven, der hinkt, weil seine Beine ungleich lang sind und deshalb von seinen Mitschülern übel gehänselt wird. Sean, der sich als schwul geoutet hat und sich nun aus dem permanenten Mobbing in den Haschkonsum flüchtet. Luke, der Mädchenschwarm der High School, der sich, seiner Freundin und vor allem seiner Clique nicht eingestehen kann, dass auch er homosexuell ist.

    Die Geschichten der jungen Menschen werden in Episoden erzählt. Die Kamera wechselt ständig zwischen den Hauptpersonen. Die Kameraführung ist unruhig - so bricht das Bild der scheinbaren Idylle. Plötzlich wirken der begrünte Schulhof und der weitläufige Flur bedrohlich. Mittels geschickter Rückblenden lassen die Filmemacher im Halbdunkel, was wann genau geschieht. Ein künstlerisches Element lässt die Geschichte so verworren wie ein Labyrinth wirken: Alle Szenen werden mehrmals aus verschiedenen Perspektiven gezeigt. Oft wird dem Zuschauer erst dann klar, mit wem die jeweilige Hauptperson kurz zuvor gesprochen hat. So wird die scheinbare Ausweglosigkeit der Teenager widergespiegelt, aber es führt auch leicht dazu, dass der Zuschauer den Faden verliert.

    "2:37" ist ein Film, der schonungslos an die Probleme der Jugendlichen herangeht. Das Drehbuch stammt von Murali K. Thalluri, einem damals 20-Jährigen, der bei "2:37" auch Regie führte. Weil er für den Film keine staatliche Förderung bekam, finanzierte er die Produktion größtenteils aus privaten Mitteln. "2:37" lief 2006 in Cannes - der 1984 geborene Thalluri war der jüngste Regisseur auf dem Festival. Das Drehbuch schrieb er vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen. Er verlor nicht nur einen Freund, weil dieser sich das Leben nahm, sondern überlebte selbst einen Selbstmordversuch. Thalluri nennt sein Debut den "Film, der mein Leben rettete".

    Für einige Szenen müssen die Zuschauer hartgesotten sein, beispielsweise wenn aus verstörender Nähe gezeigt wird, wie Marcus seine Schwester vergewaltigt, oder wie sich Kelly die Pulsadern mit einer Papierschere aufschneidet. Lange Passagen, in denen die Kamera ohne konkretes Ziel durch die Gegend schwenkt, begleitet von theatralischer Musik, tragen anfangs zur beunruhigenden Atmosphäre des Films bei, werden aber gegen Ende ein wenig langatmig.

    Ein wenig zu dick aufgetragen

    Gelungen sind dagegen die Szenen, in denen die konfuse Handlung unterbrochen wird, um die Hauptpersonen in schwarz-weiß einen kurzen Monolog sprechen zu lassen. Hier blickt der Zuschauer hinter die Fassade der Jugendlichen, die zwar fragil ist, aber im Schulalltag mühsam mit allen Mitteln aufrecht erhalten wird - ein unbehagliches Gefühl, als würde man in ihrem Tagebuch herumschnüffeln.

    Der junge australische Drehbuchautor und Regisseur Thalluri hat bei seinem ersten Spielfilm zu viel gewollt und sich letzten Endes selbst im Weg gestanden. Es gelingt ihm, den Zuschauer aufzuwühlen, was offensichtlich Intention dieses provokanten Debüts ist. Jedoch bleibt das vage Gefühl, einer sehr konstruierten Geschichte zu folgen, einer Geschichte, die mit der Wucht der einzelnen portraitierten Schicksale lähmt, und zugleich ein wenig zu dick aufgetragen wirkt.

    Die Geschichte ist überzeichnet, die Menge der schwerwiegenden Probleme unrealistisch. Sicherlich gibt es Teenager, die in solchen, nicht zu unterschätzenden Schwierigkeiten stecken. Gottseidank - der Film zeigt einen Schulalltag, der so meist nicht Alltag ist. So sehr es der Film zu schockieren vermag, so schnell verpufft auch seine Wirkung.

    Murali K. Thalluri hätte gut daran getan, sich auf weniger Figuren zu beschränken und damit einen Film zu drehen, der gleichermaßen berührt ohne Gefahr zu laufen, dass die Zuschauer auf der Strecke bleiben.

    (stern.de)

    -ende

    p.s.: @markus
    man gebe in der suchfunktion 2:37 (also den exakten topictitel) ein. ergebnis: "Keine Beiträge entsprechen deinen Kriterien.". immer dasselbe mit der sch... suche hier.

  7. #7
    laertes
    Gast

    Re: 2:37

    p.p.s: zum thema "die verfluchte suchfunktion" siehe hier.

  8. #8
    Regisseur
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    Re: 2:37

    Vielleicht wird in dem Film tatsächlich etwas dick aufgetragen.. doch halte ich das eher für eine Stärke. Der Film hat mich sehr berührt.. mitgenommen. Natürlich zentriert sich die Geschichte nur auf Menschen am Abgrund. Das ist aber nicht unrealistisch, es soll ja nicht bedeuten, dass es jedem Jugendlichen so geht.. es ist nur eine lose Verknüpfung von Menschen an einer Schule.
    Der Rezension allerdings muss man vorwerfen, dass sie nicht nur großteils einfach eine Synopsis der Handlung darstellt, sondern auch noch das Ende spoilert und damit dem Film ein wichtiges Element raubt. Ganz schlechter Stil.

  9. #9
    Regisseur
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    Re: 2:37

    Mir ist noch eingefallen, dass die Story mit dem Jungen und seinen ungleich langen Beinen doch sehr konstruiert war. Aus der Inkontinenz wurde künstlich ein Drama aufgebauscht, dabei gäbs da sicher andere Lösungswege.. war aber das Einzige, das mit so aufgefallen war.

  10. #10
    Statist
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    73

    Re: 2:37

    Mal wieder ein australisches Drama. Dafür ist der Film bei der imdb aber schlecht bewertet. In drei Jahren ist er bei 6.3.

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