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Thema: Unforgiven (Erbarmungslos)

  1. #1
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    Unforgiven

    Ein ganz großer Film, der anscheinend noch gar kein eigenes Topic hat. Es wird Zeit.


    Über 14 Jahre ist es her, dass ich Unforgiven zum ersten und auch bis heute einzigem Mal gesehen habe. Ich konnte mich kaum noch daran erinnern und war heute überrascht wie gut der Film doch ist.

    Mein Review lest ihr hier:
    http://www.moviemaze.de/forum/about6060.html

    Unforgiven bietet ziemlich viel. Ins Auge fällt da schon der Cast mit herausragenden Schauspielern. Gene Hackman gibt den brutalen und einschüchternden Scheriff sehr überzeugend. Clint Eastwood demontiert sein Image aus seinen Filmen mit Sergio Leone. Richard Harris Auftritt ist etwas kürzer aber spielt seine Rolle ebenso überzeugend.
    Die Auseinandersetzung mit dem Thema Western gelingt Eastwood sehr gut. Kritisch, spannend, zum Nachdenken anregend. Ein großes Stück Kino.
    "Sometimes, when you bring the thunder, you get lost in the storm."

  2. #2
    Regisseur
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    Re: Erbarmungslos (Unforgiven)

    Ein großartiger Western der Neuzeit. Interessant, was Clint Eastwood mit diesem Genre angestellt hat, ist er doch als Revolverheld in den Sergio leone Western berühmt geworden. Mir gefiel vor allem die Auseiandersetzung mit dem allgegenwertigen Thema der Gewalt sehr gut an Unforgiven.

  3. #3
    laertes
    Gast

    Re: Erbarmungslos (Unforgiven)

    um einen spruch von adorno umzuformulieren:

    seit erbarmungslos darf man keine western mehr drehen.

  4. #4
    Regisseur
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    Re: Erbarmungslos (Unforgiven)

    Gut, dann können wir dieses Genre ja ein für alle mal ad atcta legen.

  5. #5
    Regisseur
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    Re: Erbarmungslos (Unforgiven)

    Obwohl ich ja eigentlich überhaupt kein Freund von Italo-Stil Western und Clint Eastwood-Western bin, so fand ich diesen doch gut. Vor allem gefallen hat mir Gene Hackman. Und natürlich der "Duck of Death".

  6. #6
    Statist Avatar von Malone
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    Re: Erbarmungslos (Unforgiven)

    Ein Klasse-Film. Schön ironisch.

  7. #7
    Tet
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    Re: Unforgiven (Erbarmungslos)

    Die Tage das erste mal gesichtet. Toller Film.

    Hat ein paar grandiose Szenen zu bieten. Neben den Saloon-Geschichten hat mir vorallem jene gefallen, in der Munny und Kid (im übrigen ein Schwachpunkt des Films - war sowas 1992 noch nicht ausgelutscht und vorhersehbar?) auf die Hure zwecks Geldübergabe warten. Die Stimmung, die Bilder, der Verlauf des Gesprächs, die Anspannung,... was darauf folgt: Bombastisch. Sowas gibts echt nur in Western, oder Eastern. :wink:

    Dieses Bild:


    KNOCK KNOCK KNOCK - Mugon no kuukan o daite
    Kabe o tataite wa mogaku yo - Daiji na serifu nani mo ienai mama

  8. #8
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Re: Unforgiven (Erbarmungslos)

    Hab dem Film nun eine zweite Chance gegeben in der OV und dieses Mal hat er mich richtig umgehauen. Die Geschichte ist hervorragen, die Dialoge ebenfalls und gerade die Charaktere und ihre Entwicklung erstklassig gezeichnet. Hier gibts keinen Grund zur Klage! Dazu erneut die gewohnt stimmungsvolle Regie von Eastwood und Topdarsteller im Cast. Was will man mehr. Ein nahezu perfekter Western, der erst die OV gebraucht hat um mich entgültig zu beeindrucken.

  9. #9
    Bob
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    AW: Unforgiven (Erbarmungslos)



    It's a hell of a thing, killing a man. Take away all he's got - and all he's ever gonna have.

    Unforgiven ist der bisher düsterste Western, den ich gesehen habe. Die Dekonstruktion des Western/Helden-Mythos schlägt hier in die gleiche Kerbe wie Peckinpah's The Wild Bunch, allerdings gelingt Eastwood in meinen Augen mit bedeutend weniger on-screen Gewalt und Blut, und einem um Welten geringeren bodycount, dasselbe zu vermitteln, wenn nicht noch prägnanter und auf den Punkt gebracht. Ich finde es auch regelmäßig in seinen Werken schön, wie es ihm einerseits gelingt, durchweg zu unterhalten, aber trotzdem zwischen den Zeilen intelligent zu erzählen. So funktioniert Unforgiven von der ersten bis zur letzten Minute sowohl als kritische Betrachtung auf das Western-Genre, zeitgleich aber auch als in sich geschlossener, harter Thriller - ohne dass dabei eine Lesart die andere behindern würde. Obendrein findet sich noch eine gute Portion Humor in den Film ein, die mal ironisch reflektiert (das Schwingen auf den Sattel) und mal sehr schwarzhumorig (der running-gag über die Verstümmelung) ausfällt, was seltsamerweise ebenfalls keinen Bruch mit der düsteren Grundstimmung des Films bewirkt.
    Das tolle am Script sind dann auch diese Enttäuschungen, mit denen gespielt wird. Die zwei auszuführenden Kills, um die es hauptsächlich geht, werden super lange aufgebaut und enden dann in super feigen Aktionen, für die die Protagonisten als Cowboy-Helden ausgebuht gehören (und überhaupt: Eastwood fängt sich 'ne Erkältung im Regen?!). Aber wie soll es auch anders ausgesehen haben.
    Ganz persönlich gefällt mir noch das Feeling dieser 90'er Hollywood-Produktion, was wahrscheinlich an meinem Geburtsjahr '82 liegt, und ich mich hier immer besonders heimisch fühle, was die Farben, Score und weitere Elemente der Gestaltung betrifft. Da waren die Bilder noch nicht so blau und der Score hat einen nicht taub werden lassen. So ist Unforgiven ein großartiger Film seiner Dekade und ebenso groß als Beitrag zum Western an sich.
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  10. #10
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    AW: Unforgiven (Erbarmungslos)

    Zitat Zitat von Bob Beitrag anzeigen


    It's a hell of a thing, killing a man. Take away all he's got - and all he's ever gonna have.

    Unforgiven ist der bisher düsterste Western, den ich gesehen habe. Die Dekonstruktion des Western/Helden-Mythos schlägt hier in die gleiche Kerbe wie Peckinpah's The Wild Bunch, allerdings gelingt Eastwood in meinen Augen mit bedeutend weniger on-screen Gewalt und Blut, und einem um Welten geringeren bodycount, dasselbe zu vermitteln, wenn nicht noch prägnanter und auf den Punkt gebracht. Ich finde es auch regelmäßig in seinen Werken schön, wie es ihm einerseits gelingt, durchweg zu unterhalten, aber trotzdem zwischen den Zeilen intelligent zu erzählen. So funktioniert Unforgiven von der ersten bis zur letzten Minute sowohl als kritische Betrachtung auf das Western-Genre, zeitgleich aber auch als in sich geschlossener, harter Thriller - ohne dass dabei eine Lesart die andere behindern würde. Obendrein findet sich noch eine gute Portion Humor in den Film ein, die mal ironisch reflektiert (das Schwingen auf den Sattel) und mal sehr schwarzhumorig (der running-gag über die Verstümmelung) ausfällt, was seltsamerweise ebenfalls keinen Bruch mit der düsteren Grundstimmung des Films bewirkt.
    Das tolle am Script sind dann auch diese Enttäuschungen, mit denen gespielt wird. Die zwei auszuführenden Kills, um die es hauptsächlich geht, werden super lange aufgebaut und enden dann in super feigen Aktionen, für die die Protagonisten als Cowboy-Helden ausgebuht gehören (und überhaupt: Eastwood fängt sich 'ne Erkältung im Regen?!). Aber wie soll es auch anders ausgesehen haben.
    Ganz persönlich gefällt mir noch das Feeling dieser 90'er Hollywood-Produktion, was wahrscheinlich an meinem Geburtsjahr '82 liegt, und ich mich hier immer besonders heimisch fühle, was die Farben, Score und weitere Elemente der Gestaltung betrifft. Da waren die Bilder noch nicht so blau und der Score hat einen nicht taub werden lassen. So ist Unforgiven ein großartiger Film seiner Dekade und ebenso groß als Beitrag zum Western an sich.
    Vollste Zustimmung.
    "I do not kill with my gun, he who kill with his gun has forgotten the face of his father. I kill with my heart."

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  1. 04.12.2010, 18:04

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