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Thema: Gone with the Wind

  1. #1
    Bob
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    Regisseur Avatar von Bob
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    Gone with the Wind

    Regie: Victor Fleming

    Besetzung: Vivien Leigh, Clark Gable, Olivia de Havilland, Leslie Howard, Hattie McDaniel, Thomas Mitchell, Cammie King, Butterfly McQueen

    Vom Winde verweht (Gone with the Wind) aus dem Jahr 1939 ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Margaret Mitchell. Berücksichtigt man die Inflation, ist er bis heute das kommerziell erfolgreichste Werk der Filmgeschichte.

    "Das breitangelegte Epos war einer der größten Kassenerfolge der Kinogeschichte. Der Film fasziniert immer noch durch hervorragende schauspielerische Leistungen und die fesselnde Schilderung von Schicksalen vor dem Hintergrund der Bürgerkriegswirren." - Lexikon des Internationalen Films

    Quelle: wiki

    TRAILER (*grins*)

    CLIP


    Hat jemand hier diesen Klassiker schon gesehen? Ich gucke gerade mit 'nem Kumpel Fackeln im Sturm und dabei hat er mir erzählt, dass er Vom Winde Verweht ebenfalls auf VHS besitzt, aber noch nicht gesehen hat. Wir wollten das nach den Fackeln in Angriff nehmen. Ich habe das Topic schon jetzt eröffnet, um ein paar Meinungen im Vorfeld zu bekommen. Anyone?
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  2. #2
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    Re: Gone with the Wind (Vom Winde verweht)

    Naja, ist eine, wenn nicht DIE epische Liebesgeschichte schlechthin. Große Gefühle, aufwendige Inszenierung, eine gehörige Portion Kitsch. Sicherlich ein sehenswerter Film. Wobei mich Scarlett, also die Figur nicht die Schauspielerin, damals fast in den Wahnsinn getrieben hat. So eine Frau würde mich im echten Leben vom ersten Moment an nur nerven. Wenn ihr gerade auf dem Love-Epic Trip seid, dann schaut Euch Doctor Zhivago an, der ist wirklich klasse!

  3. #3
    Bob
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    Re: Gone with the Wind (Vom Winde verweht)

    Doctor Zhivago hab ich schon öfters gesehen, der ist wirklich großartig. Aber deine Beschreibung zu Gone with the Wind passt hervorragend zu Fackeln im Sturm (bis auf die Inszenierung vllt, da ist Fackeln im Sturm jetzt nicht so der Brüller), also ist es genau das, was wir brauchen. :wink:
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  4. #4
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    AW: Gone with the Wind

    Das ist er, der wohl immer noch weltweit mit Abstand erfolgreichste Film, wenn man den inflationsbereinigten Berechnungen Glauben schenken darf. Für mich ist es das erste Mal, dass ich eine Sichtung wage. Aufgrund von Befürchtungen auf ein rührseliges Erzählstück, habe ich den Film jahrzehntelang mit Nichtbeachtung bedacht und innerlich wappnete ich mich bei diesem Versuch insgeheim gegen solche negativen Überraschungen. Irgend etwas mit Schmalz und ewigem Streichorchester dazu viel Pathos, mit so etwas habe ich gerechnet. Ganz Unrecht hatte ich nicht: Viel Streichorchester und auch reichlich Pathos, damit kann Gone with the Wind aufwarten. Der Schmalzanteil liegt wohl mehr im Sinne des Betrachters und ist nicht so quälend wie ich schlimmstenfalls befürchtet hätte. Die Charaktere haben mich sogar überrascht. Clark Gable und Vivien Leigh bieten nicht das erwartet Schmachtpaar sondern pflegen jahrzehntelang eine innige Hassliebe mit einigen Umwegen. Beide sind bestens gecastet für ihre jeweilige Rolle, insgesamt liegt der Erzählfokus deutlich auf Vivien Leighs Figur der Scarlett. Scarlett, die hübsche aber verwöhnte und deshalb mittlerweile arrogante Southern Belle. Als Zuschauer verfolgen wir sie, wie sie den Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges, dessen Wirrungen und die Nachwirkungen durchlebt. Gone with the Wind ist sehr geschichtsträchtig und bezieht einen Großteil seines Inhaltes eben nicht nurch durch Beziehungsgeschichten sondern alles geschieht im Kontext des Lebens in seiner Zeit. Das macht es inhaltlich doch bei weitem interessanter als ich befürchtet hätte.

    Zusätzlich fällt die hohe production value auf, die geradezu immens für die Produktionszeit ausfällt. In jeder Hinsicht wurde dabei ein rekordträchtiger Aufwand betrieben, der sich glücklicherweise auch sichtbar auf der Leinwand niederschlägt. Ein Aufwand der das große Epos gebührend unterstreicht. Dabei sticht vor allem die Episode mit dem belagerten und brennenden Atlanta heraus. Zusammen mit der Flucht dabei, hatte ich hier am ehesten den epischen Eindruck.

    Insgesamt konnte ich Gone with the Wind über seine immerhin bald vier Stunden Spielzeit recht gut und ohne Langeweile ansehen. Er ist bei weitem nicht die epische Schmonzette, die ich immer befürchtet hatte, wirkt in verschiedenen Momenten aber doch sehr schicksalhaft. Ein Stück vom Schmachtfetzen bleibt eben doch hängen. Clark Gable mochte den Film übrigens nie. Für ihn war das immer "a woman's picture", ein Frauenfilm. Irgendwie hat er ja auch recht.
    "Sometimes, when you bring the thunder, you get lost in the storm."

  5. #5
    Bob
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    AW: Gone with the Wind

    Wie fandest du die berühmte Line? Hat mich total überrascht, fand's saulustig. Aber dann kommt ja leider noch das angehängte happy end.
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  6. #6
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    AW: Gone with the Wind

    Zitat Zitat von Bob Beitrag anzeigen
    Wie fandest du die berühmte Line? Hat mich total überrascht, fand's saulustig. Aber dann kommt ja leider noch das angehängte happy end.
    "Frankly, my dear. I don't give a damn!"
    Du musst diese Line meinen. Ich würde sagen, sie ist in jeder Hinsicht großartig. Ich finde dadurch den Charakter von Rhett Butler bis zum Ende konsequent und es sehr passend dass er gegenüber der nicht immer mit offenen Karten spielenden Scarlett einen Schlußstrich zieht. Die Rolle fand ich beachtenswert.

    Was meinst du mit dem Happy End? Das Scarlett sich schlußendlich erst mal ihrem Heimatsitz Tara zuwendet? Naja..
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  7. #7
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Gone with the Wind

    Fuck Gone with the Wind.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  8. #8
    Bob
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    AW: Gone with the Wind

    Zitat Zitat von TheUsualSuspect Beitrag anzeigen
    "Frankly, my dear. I don't give a damn!"
    Du musst diese Line meinen. Ich würde sagen, sie ist in jeder Hinsicht großartig. Ich finde dadurch den Charakter von Rhett Butler bis zum Ende konsequent und es sehr passend dass er gegenüber der nicht immer mit offenen Karten spielenden Scarlett einen Schlußstrich zieht. Die Rolle fand ich beachtenswert.

    Was meinst du mit dem Happy End? Das Scarlett sich schlußendlich erst mal ihrem Heimatsitz Tara zuwendet? Naja..
    Yo genau @ beides. Hätte ich als perfektes Ende empfunden. "You know what, bitch? Fuck you." (<- würde die Line heute lauten). Curtains roll.

    Ich meine mich zu erinnern, dass Wormy meinte, dass das damals nicht durchgegangen wäre, den Film mit einem derben Fluch zu beenden, weswegen innerhalb einer Minute noch dieses tralala-Ende abgespult wird. Bei meinem Fan-Edit würden direkt nach dem Zitat die End-Credits rollen.
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  9. #9
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    AW: Gone with the Wind

    Das Ende ist stimmig im Zusammenhang mit dem Roman, der uebrigens durchaus lesenswert ist, wenn auch sehr lang. Dort rafft sich Scarlett am Ende auf und nimmt sich vor ihr Leben in den Griff zu bekommen. Das passt, denn sie ist die eigentliche Hauptfigur der Geschichte, was im Buch deutlicher ist, als im Film. "Tara" ist das Symbol fuer ihre Staerke und Unabhaengigkeit. Muss man nicht moegen, ist aber passend.

    Matt, was hast du gegen den grandiosen Film? Fand den wirklich fantastisch.
    You can't be wise and in love at the same time - Bob Dylan

    http://www.humanspotlight.de.vu/

  10. #10
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Gone with the Wind

    Finde alle Rassismusvorwürfe sind gerechtfertigt und auch nicht durch die Entstehungszeit zu entschuldigen.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

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