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Thema: Fracture

  1. #1
    Regisseur Avatar von CallMeDude
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    Fracture

    Fracture



    Regie: Gregory Hoblit
    Drehbuch: Daniel Pyne und Glenn Gers
    Besetzung: Anthony Hopkins (Ted Crawford), Ryan Gosling (Willy Beachum), David Strathairn (Joe Lobruto), Rosamund Pike (Nikki Gardner)

    Story:

    Ein Gerichtsthriller, der ein geistiges Kräftemessen zwischen dem Bauingenieur Ted Crawford und dem jungen Staatsanwalt Willy Beachum als Handlung hat. Ausgangssituation ist der Mord an der Frau des Bauingenieurs. Alle Anzeichen deuten auf den Ehemann als Täter. Doch dieser wähnt sich in Sicherheit, da er nach seiner Ansicht das perfekte Verbrechen verübt hat. Tatsächlich wird Crawford aufgrund eines Verfahrensfehlers beinahe freigesprochen. Doch der jungen Staatsanwalt Beachum nimmt den Fall in seine Hand und will Crawford endgültig hinter Gitter bringen. Zudem hängt vom Erfolg des Falls seine Karriere ab. Vor Gericht veranstalten beide Hauptakteuren ein wahres Katz-und-Maus-Spiel, das so manche Geheimnisse an den Tag bringt.
    Trailer zum Film hier.

    Bei den ersten Szenen des Trailers denkt man zuerst: "Hä? Jetzt ist doch klar wer's war. Warum soll ich mir den Film anschauen?" Aber dann wird das Ganze schon spannender, wenn die Schuld nicht so einfach nachgewiesen werden kann. Könnte unter Umständen ein wirklich packendes Psycho-Duell zwischen Hopkins und Gosling werden (ein bisschen wie bei Hopkins und Foster in "Das Schweigen der Lämmer"). Mal abwarten, was für Kritiken dieser Film bekommt.

    Bilder zum Film:





    Out of order for a long time ago.

  2. #2
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    Re: Fracture (Das perfekte Verbrechen)

    Habe mir "auf Verdacht" die DVD besorgt, habe einen recht interessanten Film erwartet und meine Erwartung wurde letztlich übertroffen. Sicherlich muss man als Zuschauer nicht Sherlock Holmes sein, um zu kapieren, wie Hopkins es gedreht hat, die Mordwaffe verschwinden zu lassen und natürlich ist es klar, dass sein Plan so konstruiert ist, dass jede Kleinigkeit ihn hätte platzen lassen (Was hätte er denn gemacht, wenn die Polizei direkt das Haus gestürmt hätte, stat auf den Unterhändler zu warten? Oder einen anderen Unterhändler geschickt hätte? Oder der Liebhaber seiner Frau nicht Polizist sondern Blumenhändler gewesen wäre? :wink: ), aber die Frage, wann und wie Die Staatsanwaltschaft dahinter kommt und ob es dann nicht zu spät ist, fand ich spannend umgesetzt, incl. einiger dramatischer Momente, wie Goslings Kampf um das Leben der Opfers. Das Psychoduell zwischen Hopking und Gosling hat mir auch gefallen, das Hopkins spielen kann ist ja nicht neu, aber Gosling, den ich nur aus "Murder by Numbers" kenne (ups, da geht's ja auch um ein perfektes Verbrechen) hat mich schon überrascht. dass er eine Oscar-Nominierung für "Half Nelson" bekommen hat (den ich nicht kenne), kann ich nun verstehen.

  3. #3
    Regisseur Avatar von CallMeDude
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    Re: Fracture (Das perfekte Verbrechen)

    Kann meinem Vorposter Gerry nur zustimmen. Mindestens 50% des Plans ist fast jedem nach den ersten 10-15 Minuten klar und dass solche Filme von der Tendenz her ziemlich arg konstruiert sind, dürfte die wenigsten hier überraschen. Dennoch hat mir sowohl die Umsetzung und als auch das Schauspielerensemble gut gefallen und der Film lohnt sich auf jeden Fall für das Psychospiel zwischen Hopkins und Gosling. Ohne Frage etwas für einen netten DVD- oder Fernsehabend.
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  4. #4
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Re: Fracture (Das perfekte Verbrechen)

    Es gibt Filme, da bin ich durchweg auf der Seite des Bösen, egal wie abscheulich dessen Tat auch war... dies ist einer dieser Filme, was jedoch daran liegen mag, dass der Sympathieträger sich bei mir mit seiner Art schnell unbeliebt gemacht hat. Dabei macht Ryan Gosling, ebenso wie sein Gegenüber, in seiner Rolle eine gute Figur und auch die durchweg spannende Geschichte weiß zu gefallen. Normalerweise verzichte ich in meinen Kommentaren auf Spoiler, aber es gab etwas, dass mir den Film doch noch etwas versauen könnte und darauf will ich jetzt näher eingehen, SPOILER VORAUS: So frag ich mich, was die Macher bei dem Ende gedacht haben. Ich meine: Schön und gut: Gosling weiß, dass Hopkins die Waffe ausgetauscht hat, aber wie um Himmels Willen will er das denn beweisen ... dieses vom Film angedeutete Ende würde doch vor keinem Gericht Stand halten und so müsste Hopkins am Ende ja doch wieder freigelassen werden.

  5. #5
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    Re: Fracture (Das perfekte Verbrechen)

    SPOILER:
    Da er ja zum Schluss mit Hopkins gesprochen hat und dieser mehr oder weniger gestanden hat und Gosling dann raus is wo die Polizei stand kann man davon ausgehen das Gosling verkabelt war.

  6. #6
    Regisseur Avatar von CallMeDude
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    Re: Fracture (Das perfekte Verbrechen)


    Zu deiner Frage Keyzer: Keine Ahnung, ob dies juristisch für eine Verurteilung ausreichend wäre, aber folgende Dinge könnten nachgewiesen werden: 1. selber Waffentyp der beiden Waffen 2. der Polizist war zur Tatzeit woanders und wurde auch nicht von dem Gärtner zur Tatzeit dort gesehen, d.h. er hat ein Alibi, aber Hopkins nicht 3. Hopkins wusste von der Affäre, dies hat er während der Gerichtsverhandlung selbst offenbart, d.h. er hatte ein Motiv. Die Theorie mit der Verkablung von Tomas Crown erscheint mir war als zuviel hereingedeutet (zudem wüsste ich nicht, ob ein so erschlichenes Geständnis zulässig wäre), aber möglich ist alles.
    Out of order for a long time ago.

  7. #7
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    Re: Fracture (Das perfekte Verbrechen)

    Ich fand das Mordmotiv sehr dünn. Warum hat Anthony Hopkins seine Frau erschossen? Eine Scheidung von der untreuen Gattin wäre wohl berechtigt gewesen, und hätte ihm in diesem Fall nicht die Hälfte seines Vermögens gekostet.
    Es war offensichtlich, dass er sie nicht mehr liebte. Also kein Verbrechen aus Leidenschaft.

  8. #8
    Statist Avatar von AndrewLargeman
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    Re: Fracture (Das perfekte Verbrechen)

    Ich fand den Film auch nett anzuschauen. Nur, wie KeyzerSoze schon meinte, war ich auch auf der Seite des Bösen. Einfach herrlich wie Hopkins mit den anderen machte was er wollte.

    Daher fand ich es schade, dass er am Ende nicht durchgekommen ist.

    Aber ansonsten ein richtig guter und unterhaltsamer Film.

  9. #9
    Regisseur
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    Re: Fracture (Das perfekte Verbrechen)

    Zitat Zitat von Stewart
    Ich fand das Mordmotiv sehr dünn. Warum hat Anthony Hopkins seine Frau erschossen? Eine Scheidung von der untreuen Gattin wäre wohl berechtigt gewesen, und hätte ihm in diesem Fall nicht die Hälfte seines Vermögens gekostet.
    Es war offensichtlich, dass er sie nicht mehr liebte. Also kein Verbrechen aus Leidenschaft.
    Das ist doch dass klassische Mordmotiv, Untreue. Ausserdem wurde der Charakter von Hopkins detailiert genug geschildert, dass man nachvollziehen konnte, dass er niemend ist, für den bei Untreue Scheidung die Lösung darstellt. Der Film hatte sicherlich genug überkonstruierte Handlungsmomente (habe ich ja schon beschrieben), aber das Motiv gehört imo nicht dazu.

    Zitat Zitat von KeyzerSoze
    SPOILER VORAUS: So frag ich mich, was die Macher bei dem Ende gedacht haben. Ich meine: Schön und gut: Gosling weiß, dass Hopkins die Waffe ausgetauscht hat, aber wie um Himmels Willen will er das denn beweisen ... dieses vom Film angedeutete Ende würde doch vor keinem Gericht Stand halten und so müsste Hopkins am Ende ja doch wieder freigelassen werden.
    ACHTUNG SPOILER:
    Das wird in den alternativen Enden auf der DVD besser erklärt: Nicht nur, dass man mit der Kugel, die nach dem Tod der Ehefrau obduziert wurden ist und der Kugel, mit der sich der Polizist/Liebhaber erschossen hat, diese vergleichen kann (und ja der selben Waffe stammen), die Waffe des Polizisten ist als Beweismittel gesichert worden und enthält die restlichen 3 Patronen, die Hopkins nachladen musste, damit da Magazin voll ist. Diese tragen seine Fingerabdrücke.

  10. #10
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Fracture (Das perfekte Verbrechen)

    Eben gesehen. Muss mir noch abschließende Gedanken machen, aber auf jeden ein hochinteressantes Psychospiel zwischen Hopkins und Gosling. Und ich muss Keyzer zustimmen, auch ich war hier eher auf der Seite des "Bösen", bin mir aber letztlich nun auch nicht mehr sicher,

    ob ich das klassische (gute) Hollywood-Ende (gehen wir mal davon aus, dass Hopkins nun verurteilt wird) gut finden soll oder nicht, bin da noch ziemlich 50/50 (wie Justitia).

    Das Motiv ist sonnenklar: gekränkte Eitelkeit. Und das ist in meinen Augen auch das, was beide Hauptfiguren verbindet. Ein extrem starkes Ego, welches so stark ist, dass sie direkt und indirekt "über Leichen gehen".

    Aber eines habe ich, trotz intensivem Grübeln, noch nicht verstanden (aber zum Glück gibt's ja diese Möglichkeit hier und hoffentlich viele User die besser mitgedacht haben):

    Das mit den vertauschten Waffen (deren Auflösung ich übrigens mal wieder nicht im voraus geahnt habe) habe ich nicht kapiert. Der Waffenaustausch mit der Dienstwaffe von Billy Burke hat ja vor dem Schuss stattgefunden. Also somit ist es doch egal, ob Hopkins mit Waffe X oder Y den Schuss abfeuert, nach wie vor ist diese Waffe diejenige, die er im Haus hat... also ehrlich, da komm ich nicht mit...
    The bad news is, we did an X-ray, and your body is full of a spooky skeleton man.

    Last watched movies [letzte Änderung: 04. November 2017]

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