Filmfreunde Wiesbaden e.V zeigt weitere Filmpremiere

Am 24. August 2005 um 21:30 präsentieren die Filmfreunde Wiesbaden e.V im Gestüt Renz Wiesbaden in Anwesenheit des Wiesbadener Regisseurs und Produzenten Philip Selkirk den Film „Der Elefant, sein Mahout und der Moloch“.
(D 2005) Regie: Philip Selkirk

Die Story:

Thailands Elefanten, diese faszinierenden, drei Tonnen schweren Kolosse, die ein Menschenleben alt werden, sind eine aussterbende Spezies. Jahr für Jahr vermindert sich die Population um fünf bis zehn Prozent. Wird nichts unternommen, werden die grauen Riesen Thailands in naher Zukunft der Vergangenheit angehören.

Philip Selkirk, Wiesbadener Filmemacher und Produzent, gelang mit seiner Dokumentation „Der Elefant, sein Mahout und der Moloch“ ein bewegendes Zeitdokument.

Thailand. Sommer 2004.

Das „King’s Cup Elephant Polo Tournament“ in der thailändischen Küstenstadt Hua Hin ist ein verrücktes, glamouröses Event bei dem die Erde bebt, wenn die Teams gegeneinander antreten. Die Polospieler weihen den Zuschauer uns in die unglaublichen Talente der Dickhäuter ein, die freudig surrend und trompetend dem Poloball hinterher jagen.

Auf der anderen Seite der Gesellschaft: Bangkok, lärmende, hektische Großstadt
Ein Elefant und sein Führer – der Mahout – beim Betteln. Der Mahout berichtet von seinem Schicksal – von der Arbeitslosigkeit, die ihn traf, von seinen Verdiensten in der Stadt, wo er für wenige Baht Bananen und Gurken an Passanten verkauft, die damit seinen Elefanten füttern.

Es entfaltet sich die Zweiklassengesellschaft der thailändischen Elefanten: auf der einen Seite die gepflegten Turniertiere von Hua Hin, von denen viele im großzügigen „Thai Elephant Conservation Center“ (TECC) leben, auf der anderen Seite die gestressten Stadtelefanten, ständig in der Gefahr, mit einem Auto zusammenzustoßen, sich die Beine zu brechen – ohne medizinische Hilfe ein sicheres Todesurteil. Diese Tiere erspüren in freier Wildbahn die Schritte eines nahenden Tigers. Das Donnern der LKWs und der brühend heiße Asphalt in den Städten ist für sie eine höllische Belastung.

Jedoch ist diese Zweiklassengesellschaft nicht mit reinem Schubladen-Denken zu erfassen: Das Elefantenpolo-Turnier scheint der Inbegriff der Dekadenz zu sein. Doch das Polo ist ein großer Charity-Event ist, dessen Erlöse alleine dem Elefanten zugute kommen. Alle, ob Polospieler oder Mahout, ob arm oder reich, vermarkten ihre Elefanten. Selbst der Stoffwechsel der grauen Riesen muß Gewinn bringen – die angeschlossene „Elephant Dung Paper“ - Fabrik macht aus den faserigen Ausscheidungen bunte Papierblöcke für Kinder.

Der Zuschauer lernt das Zuhause der Elefanten in der Provinz und die Hintergründe des Dramas kennen. Unter dem Strich bleibt:

Es geht für die Elefanten nur noch mit, nicht mehr ohne die Menschen, und es geht vor allem immer nur um eines: ums Überleben, ob beim Polo oder beim Betteln.

„Der Elefant, sein Mahout und der Moloch“

(D 2005) Regie: Philip Selkirk

Eine Veranstaltung der Filmfreunde Wiesbaden e.V. & des Gestüt Renz

Am 24. August 2005 um 21:30 im Gestüt Renz, Nerostraße 24 in 65183 Wiesbaden

Der Regisseur und Produzent Philip Selkirk wird anwesend sein und sich nach dem Film gerne den Fragen der Zuschauer stellen


Weitere Informationen unter: http://www.filmfreunde-wiesbaden.de